Pferdekauf und seine Hürden - schriftlicher Vertrag schützt!

Pferderecht

Viele Reiter werden dieses Gefühl kennen, wenn sich endlich der Traum vom eigenen Pferd verwirklicht. Doch um hier den Blick für das Wesentliche nicht zu verlieren, sollte man auf jeden Fall beim Kauf eines Pferdes den Vertrag schriftlich abfassen. Ein oft üblicher Handschlag o.ä., wie es den einstigen Gepflogenheiten des Handels entsprach ist im Ernstfall so gut wie nichts wert.

Denn nur durch einen schriftlichen Vertrag besteht die Möglichkeit, die zwischen den Parteien getroffenen Vereinbarungen festzuhalten. Dies ist im Hinblick darauf, dass man die getroffenen Vereinbarungen im Streitfall beweisen muss, unerlässlich. Man sollte auf jeden Fall darauf achten, dass alle getroffenen Vereinbarungen genauso im Vertragstext wiedergegeben werden.

Weiterhin eröffnet ein schriftlicher Kaufvertrag den Vertragspartnern die Möglichkeit, auch zusätzliche Vereinbarungen oder Bedingungen zu fixieren. Da es sich bei einem Pferd oft gerade nicht nur um eine Sache handelt, sondern auch emotionale Bindung zum Tier besteht, kommt es immer wieder vor, das besondere Wünsche zu berücksichtigen sind (z.B. Ausschluss des Wiederverkaufs für eine bestimmte Zeit, Vorkaufsrecht für den Fall des Weiterverkaufs, etc.).

Ein Vertrag ist jedoch nicht nur für Sonderwünsche sinnvoll – so sollten explizit alle erforderlichen Eigenschaften aufgezählt werden. So ist es beispielsweise nicht zwingend erforderlich, dass ein Pferd auch reitbar ist. Dies muss explizit im Vertrag aufgenommen werden. Ebenso kann ein Vorbehalt (z.B. vorbehaltlich Ankaufsuntersuchung (AKU), Probereiten oder erneuter Besichtigung) vereinbart werden, um den Käufer zu schützen.

Aber Vorsicht

Nicht jede Klausel kann so einfach in einem Vertrag landen.

Zum einen ist zwischen der Konstellation Händler-Privatkäufer und dem Verkauf Privat-Privat zu unterscheiden. Hat der Händler den Vertrag aufgesetzt, so gelten strengere Anforderungen, d.h. es sind nicht alle Klauseln, die zwischen privaten Verkäufern zulässig wären, zulässig.

Sollen also diverse individuelle Vereinbarungen in den Vertrag aufgenommen werden, so empfiehlt es sich aus Gründen der Rechtssicherheit und zur Vermeidung einer späteren (teuren) rechtlichen Auseinandersetzung unbedingt den Vertrag vorab von einem versierten Rechtsanwalt intensiv prüfen zu lassen. Denn vorab kann der Vertrag noch so geändert werden, dass er der Intention der Vertragsparteien entspricht.

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