Reisepreis zurückfordern - wer seinen Urlaub nicht antreten kann oder dessen Reise vom Veranstalter abgesagt wurde, hat häufig Anspruch auf vollständige Erstattung. Doch viele Reiseveranstalter reagieren zögerlich, vertrösten Kunden oder bieten Gutscheine und Umbuchungen an, statt den Reisepreis unverzüglich zurückzuzahlen. Genau hier setzen unsere erfahrenen Anwälte im Reiserecht an: Seit 1999 unterstützen wir Reisende dabei, ihre berechtigten Rückerstattungsansprüche konsequent und rechtssicher durchzusetzen - außergerichtlich und, sofern erforderlich, auch vor Gericht.
Wann haben Sie Anspruch auf Rückzahlung des Reisepreises?
Das reformierte Pauschalreiserecht (§§ 651a ff. BGB) regelt klar, wann Reisende Anspruch auf vollständige Rückzahlung haben. Ein Anspruch auf Reisepreisrückerstattung besteht insbesondere in folgenden Situationen:
- Stornierung durch den Reiseveranstalter: Sagt der Veranstalter die Pauschalreise ab, muss er den gesamten Reisepreis nach § 651t BGB binnen 14 Tagen zurückzahlen - ohne Wenn und Aber.
- Rücktritt wegen unvermeidbarer, außergewöhnlicher Umstände: Bestehen am Zielort erhebliche Sicherheitsrisiken - z. B. durch Naturkatastrophen, politische Unruhen oder Pandemien - können Reisende nach § 651h Abs. 3 BGB kostenlos zurücktreten und erhalten den vollen Reisepreis zurück.
- Wesentliche Änderungen durch den Veranstalter: Ändert der Veranstalter einseitig Reiseziel, Termin oder Leistungsumfang erheblich, können Reisende den Vertrag kündigen und die volle Rückzahlung verlangen.
- Gutschein statt Rückzahlung verweigert: Sie sind nicht verpflichtet, einen Gutschein anzunehmen. Der gesetzliche Anspruch auf Rückzahlung in bar besteht unabhängig von etwaigen Gutscheinangeboten des Veranstalters.
Kostenlose Ersteinschätzung - was das bedeutet und was sie nicht ist
Viele Reisende suchen nach einer „kostenlosen Erstberatung○“ - und meinen damit häufig beides: die kostenfreie Prüfung ihres Falls und eine rechtliche Beratung. Diese beiden Leistungen sind jedoch klar voneinander zu unterscheiden:
- Unser Service: Kostenlose Ersteinschätzung: Nach Eingang Ihrer Anfrage prüft der zuständige Anwalt, ob eine Beratung oder Vertretung in Ihrer Sache sinnvoll und möglich ist und welche Kosten voraussichtlich anfallen. Nur wenn eine Bearbeitung aussichtsreich ist, erhalten Sie ein maßgeschneidertes, unverbindliches Angebot. Diese Prüfung ist selbstverständlich kostenlos - sie wird nicht in Rechnung gestellt. In seltenen Fällen erhalten Mandanten eine Absage, wenn eine Weiterbearbeitung nicht sinnvoll möglich ist.
- Kostenpflichtige Erstberatung: Erst wenn Sie das Angebot annehmen, fallen Kosten an - die Gebühren richten sich nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) und hängen vom Reisepreis (Gegenstandswert) ab. Diese transparente Kostenstruktur schützt Sie vor Überraschungen.
Wenn Sie eine Rechtsschutzversicherung haben: Geben Sie Ihre Versicherungsdaten bei der Anfrage an. Wir übernehmen den gesamten Schriftwechsel mit Ihrer Versicherung und rechnen nach Deckungszusage direkt und ausschließlich nach RVG mit ihr ab - ohne Mehraufwand für Sie.
Unser Leistungsumfang: Von der Beratung bis zur gerichtlichen Vertretung
Je nach Art Ihres Anliegens bieten wir folgende Leistungen an:
- Anwaltliche Erstberatung: Klärung Ihrer Rechtslage, Einschätzung der Erfolgsaussichten und konkrete Handlungsempfehlungen zu Ihrem Reisepreisrückforderungsanspruch.
- Außergerichtliche Vertretung: Professionelles Anwaltsschreiben an den Reiseveranstalter. Ein anwaltliches Mahnschreiben erzielt in der Praxis deutlich häufiger eine vollständige Rückzahlung als private Beschwerden.
- Gerichtliche Vertretung (je nach Verfügbarkeit): Sollte der Veranstalter trotz außergerichtlicher Aufforderung nicht zahlen, kann der beratende Anwalt Ihre Interessen nach Möglichkeit auch vor Gericht vertreten.
- Geltendmachung von Verzugszinsen und Verzugsschäden: Zahlt der Veranstalter nicht innerhalb der gesetzlichen 14-Tage-Frist, befindet er sich im Verzug. Die entstehenden Anwaltskosten können in diesem Fall als Verzugsschaden zusätzlich vom Veranstalter gefordert werden.
Ihre Vorteile auf einen Blick
- Kostenlose Ersteinschätzung: Wir prüfen Ihren Fall vorab und erstellen ein Angebot - ohne Kosten und ohne Risiko.
- Transparente RVG-Gebühren: Die Kosten richten sich gesetzlich nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz und hängen vom Reisepreis ab - keine versteckten Zusatzgebühren.
- Kostenerstattung bei Verzug: Bei nachweisbarem Zahlungsverzug des Reiseveranstalters können die Anwaltskosten grundsätzlich als Verzugsschaden erstattet werden.
- Rechtsschutzversicherung: Wir erledigen die Deckungsanfrage für Sie und rechnen direkt nach RVG mit Ihrer Versicherung ab - Sie müssen sich um nichts kümmern.
- Jahrzehntelange Erfahrung im Reiserecht: Unsere erfahrenen Anwälte bearbeiten Reiserechtsfälle seit 1999 - mit fundiertem Know-how und Kenntnis gängiger Veranstaltertaktiken.
- Anwaltsschreiben: Mehr Wirkung als jede private Mahnung - Reiseveranstalter nehmen anwaltliche Schreiben deutlich ernster.
- Volle Barauszahlung statt Gutschein: Wir setzen Ihren gesetzlichen Anspruch auf Rückzahlung in Geld durch - kein Kompromiss bei Gutscheinlösungen.
Typische Anwendungsfälle: Wann lohnt anwaltliche Hilfe?
- Pauschalreise abgesagt, Rückzahlung ausgeblieben: Der Veranstalter hat storniert, zahlt aber nach Ablauf der 14-Tage-Frist nach § 651t BGB noch immer nicht zurück.
- Rücktritt wegen höherer Gewalt oder außergewöhnlicher Umstände: Naturkatastrophen, Epidemien, politische Unruhen oder behördliche Reisewarnungen am Zielort begründen ein kostenfreies Rücktrittsrecht nach § 651h Abs. 3 BGB.
- Gutschein statt Rückzahlung angeboten: Sie bestehen auf Rückzahlung in bar, der Veranstalter verweist aber auf Gutscheine oder Umbuchungsoptionen.
- Wesentliche Reiseänderung ohne Einverständnis: Der Veranstalter hat Hotel, Reisetermin oder Reiseziel erheblich geändert und Sie möchten von Ihrem Rücktrittsrecht Gebrauch machen.
Was dieses Angebot nicht umfasst - und wie wir weiterhelfen können
Dieses Angebot umfasst die Vertretung bei der Rückforderung des Reisepreises. Haben Sie darüber hinaus Ansprüche wegen Reisemängeln (z. B. Minderung des Reisepreises, Schadensersatz wegen entgangener Urlaubsfreude), benötigen Sie Unterstützung bei der EU-Fluggastrechte-Ausgleichszahlung oder haben Fragen zu Flugticketgebühren, stehen dafür gesonderte Angebote zur Verfügung. Im Rahmen der kostenlosen Ersteinschätzung klären wir gemeinsam, welches Angebot für Ihre konkrete Situation am besten geeignet ist.