Flugverlegung um mehr als vier Stunden ist keine bloße Unannehmlichkeit!

Reiserecht

Es handelt sich nicht um eine bloße Unannehmlichkeit, wenn ein Flug um mehr als vier Stunden verlegt wird (vorliegend: 5 Stunden und 45 Minuten). Es kann dem Reisenden nicht zugemutet werden, jeder Abweichung von der vertraglich vereinbarten Flugzeit hinzunehmen.

Zu berücksichtigen war vorliegend zusätzlich, dass die Reisenden einen Linienflug um die Mittagszeit gebucht hatten, um den Schlafrhythmus des mitreisenden Kleinkindes nicht erheblich zu beeinträchtigen. Unter diesen Umständen erscheint die vorgenommene Änderung des Rückflugs nicht mehr als zumutbar und stellt sich auch nicht mehr als bloße Unannehmlichkeit dar.

Liegt aufgrund der erheblichen Flugverlegung ein Reisemangel vor und hilft der zur Abhilfe aufgeforderte Vertragspartner diesem nicht ab, so sind die Kosten eines vom Reisenden gebuchten Ersatzfluges vollständig zu ersetzen, auch wenn ein Minderungsbetrag nur in geringerer Höhe zu zahlen gewesen wäre.

LG Hannover, 27.04.2017 - Az: 8 S 46/16

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