Rechtsfragen? Fragen Sie unsere Anwälte. Bereits 404.150 Anfragen
Rutschgefahr am Hotelpool ist allgemeines Lebensrisiko
Reiserecht | Lesezeit: ca. 4 Minuten
Im Bereich eines Schwimmbades ist allgemein mit Fußbodenglätte zu rechnen. Weder der Reiseveranstalter noch seinen Erfüllungsgehilfen ist es zumutbar, den Reisenden vor allen möglichen Gefahren zu schützen, wenn zu erwarten ist, dass der Reisende die Gefahren selbst erkennnen und sein Verhalten darauf einstellen kann.
Der Entscheidung lag der nachfolgende Sachverhalt zugrunde:
Die Klägerin buchte bei der Beklagten eine Reise in ein Hotel nach Malta. Am Anreisetag benutzte die Klägerin erstmals gegen 11:00 Uhr das Hotelschwimmbad. Dabei rutschte sie auf den nassen Fliesen im Bereich des Schwimmbeckens aus und verletzte sich erheblich. Sie erlitt unter Anderem eine Fraktur des vorderen Beckenknochens und konnte sich während des restlichen Urlaubs nur noch mit Gehhilfen innerhalb des Hotels fortbewegen, was mit Schmerzen verbunden war.
Hierzu führte das Gericht aus:
Der Klägerin steht gegen die Beklagte der erhobene Anspruch weder auf vertraglicher noch auf deliktischer Grundlage zu.
Zwar ist unstreitig, dass sich die Klägerin bei einem Sturz in dem bei der Beklagten gebuchten Hotel erhebliche Verletzungen zugezogen hat. Jedoch kann die Klägerin aus diesem Unfall keine Ansprüche gegen die Beklagte herleiten. Eine Haftung der Beklagten käme einzig aus dem Gesichtspunkt der Verletzung einer Verkehrssicherungspflicht in Betracht. Eine derartige Pflichtverletzung ist im vorliegenden Fall jedoch zu verneinen. Auch ein Reisemangel (§ 651 c BGB) liegt nicht vor.
Der weitere Inhalt ist nur für registrierte Nutzer zugänglich. Bitte melden Sie sich an oder registrieren Sie sich für einen Zugang.