Sturz eines Reisenden auf dem nassem Flughafenboden

Reiserecht

Im zu entscheidenden Fall war ein Reisender im Flughafen auf einem frisch gereinigten Fußboden gestürzt. Ein Warnschild war dort nicht aufgestellt. Der Reisende wollte den Reiseveranstalter hierfür in die Haftung nehmen, scheiterte jedoch vor Gericht. Denn hier hat sich das allgemeine Lebensrisiko verwirklicht.

Zudem sind weder der Flughafenbetreiber noch ein vom Flughafenbetreiber eingesetzter Reinigungsdienst als Verrichtungsgehilfen des Reiseveranstalters zu verstehen. Der Reiseveranstalter hat keine eigene Verkehrssicherungspflicht gegenüber dem Reisenden verletzt. Es ist nicht Aufgabe des Reiseveranstalters im Rahmen seiner Verkehrssicherungspflicht jede mögliche Gefahrenquelle für den Reisenden zu kontrollieren.

Ein Reisender muss damit rechnen, dass auch am Flughafen Reinigungsarbeiten durchgeführt werden, diese können zu jeglichen Tageszeiten stattfinden, da in der Regel bei viel Betrieb mehrfach am Tag geputzt wird. Daher muss seitens des Reisenden auch abends mit einem feuchten Boden aufgrund von Reinigungsarbeiten gerechnet werden.

LG Baden-Baden, 16.10.2018 - Az: 3 O 70/18

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