Alkoholfahne und Streit zwischen Fluggästen

Reiserecht

Ein (lautstarker) Streit zwischen Fluggästen am Check-In-Schalter ist genauso wenig wie eine bloße Alkoholfahne ein Umstand, der zu einer Gefahr für die Sicherheit an Bord des Flugzeuges führen kann und daher die Untersagung zum Zutritt des Flugzeugs rechtfertigen könnten.

Dem Reisenden und späterem Kläger stand daher vorliegend ein Anspruch auf Rückforderung des Reisepreises nebst Zinsen zu, da die Reise mangelhaft im Sinne des § 651c Abs. 1 BGB und der Reisepreis gemäß § 651d Abs. 1 BGB auf 0,- € gemindert war.

Wird der Reisende zu Unrecht aus dem Flugzeug gewiesen, so stellt dies einen zur Minderung führenden Mangel der Reise dar. Unstreitig wurde dem Kläger am Anreisetag von Seiten des Flugkapitäns der Zutritt zum Flugzeug untersagt und damit die gebuchte Flugreiseleistung versagt. Dass diese Verweigerung der vertraglichen Leistung durch den Flugkapitän, der insoweit als Erfüllungsgehilfe der Beklagten handelte , gerechtfertigt war, kann nicht festgestellt werden.

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