Wenn der Betreute stirbt

Betreuungsrecht

Die Betreuung endet mit dem Tod des Betreuten und damit auch die Rechtsstellung des Betreuers. Der Betreuer muss seinen Betreuerausweis an das Betreuungsgericht zurück geben. Das Vermögen des Betreuten geht auf seine Erben über, sie tragen auch die Beerdigungskosten. Der Betreuer, dem der Aufgabenbereich Vermögenssorge zusteht, ist nach dem Tod des Betreuten noch für solche Geschäfte zuständig, die nicht bis zum Eingreifen der Erben aufgeschoben werden können, z.B. Abbestellen von Leistungen von Versorgungsunternehmen, Zeitungen oder Kontakt mit Sozialleistungsträgern wie Renten-, Pflege- und Krankenversicherung. (§1893 BGB- §§1698a,b  BGB) Diese Tätigkeiten werden dem Betreuer auch vergütet. Ist mit der Feststellung der Erben nicht alsbald zu rechnen, kann die Verwaltung des Nachlasses vom Betreuungsgericht einem Nachlasspfleger übertragen werden.

Über die Art der Bestattung entscheidet zunächst der Wille des Verstorbenen. Ist dieser nicht feststellbar, steht die sog. Totensorge den nächsten Angehörigen zu. Sind keine Angehörigen vorhanden oder kommen sie ihrer Verpflichtung nicht nach, greift die Ordnungsbehörde ein. Eine Zuständigkeit des Betreuers für die Totensorge, also etwa Beauftragung eines Bestattungsunternehmens ist nur im Land Sachsen nachrangig zu den Angehörigen gesetzlich vorgesehen. Da im übrigen die Rechtslage nicht eindeutig ist, sollte sich der Betreuer, bevor er hier tätig wird, von den Angehörigen des Verstorbenen dazu beauftragen lassen.

Findet der Betreuer im Besitz des Betreuten ein Testament, ist dieses nach dem Tod an das Nachlassgericht herauszugeben. Dies ist das Amtsgericht, in dessen Bezirk der Betreute im Todeszeitpunkt gewohnt hat.

Dem Vormundschaftsbericht hat der Betreuer einen Schlussbericht, und, wenn ihm die Vermögenssorge übertragen war, auch eine Schlussrechnung abzugeben.

Diese Tätigkeiten werden dem Berufsbetreuer vergütet.

Letzte Aktualisierung: 26.12.2018

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