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Keine Unterkunft möglich - Vereitelung der Reise

Reiserecht Lesezeit: ca. 1 Minute

Es liegt eine Vereitelung der Reise i.S.d. § 651f II BGB vor, wenn ein Reiseveranstalter dem Reisenden mitteilt, dass er die Unterkunft im gebuchten Hotel während des vereinbarten Zeitraums nicht zur Verfügung stellen kann und der Reisende daraufhin vom Reisevertrag zurücktritt.

Dies gilt auch dann, wenn der Veranstalter später erklärt, die Reiseleistung doch erbringen zu können.

Es besteht bei angekündigter Leistungsverweigerung keine Verpflichtung des Reisenden eine Frist zu setzen und deren Ablauf abzuwarten. Auch ist der Reisende nicht Rücktritt nicht verpflichtet, den aufgelösten Reisevertrag erneut abzuschließen, wenn der Reiseveranstalter erklärt, die Reiseleistung doch erbringen zu können.


AG Bad Homburg, 13.02.2007 - Az: 2 C 5253/06 (19), 2 C 5253/06


Hinweis: Urteile geben die Rechtsauffassung des Gerichts zum Entscheidungsdatum wieder und ersetzen keine rechtliche Beratung im Einzelfall. Für Aktualität, Vollständigkeit und Richtigkeit wird keine Gewähr übernommen.

Dr. jur. Jens-Peter Voß (Rechtsanwalt)Martin Becker (Rechtsanwalt und Mediator, Fachanwaltslehrgang Arbeitsrecht)Alexandra Klimatos (Rechtsanwältin, Absolventin der Fachanwaltslehrgänge: Familienrecht, Bank- und Kapitalmarktrecht, Miet- und Wohnungseigentumsrecht)

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