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Gartenpflegekosten für öffentlich zugängliche Gemeinschaftsflächen gehören nicht in die Nebenkostenabrechnung!

Mietrecht Lesezeit: ca. 2 Minuten

Vermieter können Gartenpflegekosten für öffentlich zugängliche Gemeinschaftsflächen nicht über die Nebenkostenabrechnung auf Mieter umlegen. Maßgeblich ist hierbei nicht der förmliche Widmungsakt sondern das tatsächliche Gesamtbild.

Vorliegend handelte es sich um ein „Stadtquartier“, bei dem sich auf dem Gelände auch eine öffentliche Sporthalle, Schulen, Kindergärten und eine Seniorenwohnanlage befinden.

Die Umlage der Gartenpflegekosten war nach Ansicht des Gerichts unzulässig, weil kein Bezug zur Mietsache für den Fall besteht, wenn Garten- oder Parkflächen durch bauplanerische Bestimmungen oder durch den Vermieter selbst für die Nutzung der Öffentlichkeit gewidmet werden.

Im vorliegenden Fall hatte der Vermieter selbst den Eindruck vermittelt, dass das Gelände einer Nutzung durch die Öffentlichkeit zugänglich war.


LG Berlin, 25.09.2019 - Az: 65 S 132/19


Hinweis: Urteile geben die Rechtsauffassung des Gerichts zum Entscheidungsdatum wieder und ersetzen keine rechtliche Beratung im Einzelfall. Für Aktualität, Vollständigkeit und Richtigkeit wird keine Gewähr übernommen.

Patrizia Klein (Rechtsanwältin, Fachanwältin für Familienrecht)Theresia Donath (Rechtsanwältin, Fachanwältin für Verkehrsrecht)Alexandra Klimatos (Rechtsanwältin, Absolventin der Fachanwaltslehrgänge: Familienrecht, Bank- und Kapitalmarktrecht, Miet- und Wohnungseigentumsrecht)

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