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Einfachverglasung ist kein Mietmangel
Firmen / Gewerbe | Lesezeit: ca. 2 Minuten
Bei einem gewerblichen Mietvertrag begründet es für sich genommen noch keinen Mietmangel, wenn die Beheizung einen vergleichsweise hohen Kostenaufwand erfordert, weil das Objekt lediglich eine Einfachverglasung aufweist.
Die Einfachverglasung stellt keinen Verstoß gegen das einschlägige technische Regelwerk dar, da der bei Errichtung des Gebäudes geltende Maßstab (hier: Wärmeschutzverordnung) maßgeblich ist - auch wenn eine Einfachverglasung bereits bei Errichtung unüblich war.
Mangels vertraglicher Abreden hinsichtlich der Abrechnung muss die Nebenkostenabrechnung bei Gebäuden mit mehreren Wohn- bzw. Geschäftseinheiten rechnerisch nachvollziehbar sein und i.d.R. die folgenden Mindestangaben enthalten:
Zusammenstellung der Gesamtkosten
Angabe und Erläuterung des zu Grunde gelegten Verteilerschlüssels
Berechnung des Anteils des Mieters
Abzug der geleisteten Vorauszahlungen
OLG Saarbrücken, 08.05.2013 - Az: 2 U 3/13
ECLI:DE:OLGSL:2013:0508.2U3.13.0A
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