Haben die Eltern ein Informationsrecht über den Ausbildungsverlauf?

Familienrecht

Für Ausbildungsunterhalt gilt das Gegenseitigkeitsprinzip, d.h., der Unterhaltsberechtigte muss sich nach Kräften um einen Abschluss bemühen. Dies hat der BGH in seiner Entscheidung vom 03.05.2017 (Az: XII ZB 415/16) bestätigt.

Deshalb haben unterhaltspflichtige Eltern ein Informationsrecht über den Fortgang der Ausbildung und auch über etwaige Nebentätigkeiten. Dies bedeutet, dass das Kind den Unterhaltspflichtigen über die persönlichen und ausbildungsbedingten Umstände zu informieren hat.

Wird dieses Recht vom unterhaltsberechtigten Kind nicht erfüllt, haben die Eltern so lange ein Zurückbehaltungsrecht am Unterhalt, bis die geschuldeten Informationen erteilt sind (OLG Celle, 22.01.2001 – Az: 12 UF 205/00). Werden die Informationen zu Einkünften aus Erwerbstätigkeit verschwiegen, kann die Unterhaltspflicht sogar ganz entfallen (OLG Karlsruhe a.a.O.).

Dies ist für - in der Regel unterhaltspflichtige Väter - relevant, die keinen Kontakt zu ihrem Kind haben, aber Ausbildungsunterhalt zahlen sollen, dies aber nicht in jedem Fall müssen.

Letzte Aktualisierung: 01.04.2019

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