Verspätung wegen Eis oder Schnee

Arbeitsrecht

Grundsätzlich ist der Arbeitnehmer verpflichtet, seine Arbeitsleistung dort zu erbringen, wo dies vom Arbeitgeber gewünscht bzw. arbeitsvertraglich festgelegt wurde. Es ist Sache des Arbeitnehmers, pünktlich zu sein. Kommt ein Arbeitnehmer wegen Schnee und Eis zu spät, so ist dies alleine sein Problem - er trägt schließlich das Wegerisiko. Die Ausrede, das Auto musste erst enteist werden o.ä. zieht also nicht.

Sind Verkehrsbehinderungen etwa aufgrund der vorherrschenden Witterungsverhältnisse zu erwarten oder gar bekannt, so muss dies bei der Fahrzeit eingeplant werden. Daher gilt insbesondere im Winter: früher losfahren oder eine alternative Transportmöglichkeit nutzen. Tut der Arbeitnehmer dies nicht, so stellt dies rechtlich gesehen ein Verschulden. Nur dann, wenn mit den Schwierigkeiten nicht zu rechnen war (z.B. Blitzeis), gilt ein anderes.

Kommt es zu einer verschuldeten Verspätung des Arbeitnehmers, so kann der Arbeitgeber den Lohn entsprechend kürzen (BAG - Az: 5 AZR 283/80), wenn die Arbeit nicht nachgeholt werden kann. Andernfalls kann der Arbeitnehmer die Verspätung durch längere Arbeit ausgleichen. In diesem Fall findet keine Lohnkürzung statt.

Letzte Aktualisierung: 16.11.2018

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