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Zögerliches Regulierungsverhalten des Pflichthaftpflichtversicherers

Verkehrsrecht Lesezeit: ca. 1 Minute

Es kann eine Erhöhung des Schmerzensgeldes unter dem Gesichtspunkt zögerlichen und kleinlichen Regulierungsverhaltens rechtfertigen, wenn der Pflichthaftpflichtversicherer des Schädigers über zwei Jahre etwa die Hälfte des insgesamt angemessenen Schmerzensgeldes ohne Begründung nicht leistet.

Im Rahmen des Verdienstausfallschadens kann bei der nach § 252 S. 2 BGB anzustellenden Prognose auch auf die wahrscheinliche künftige Entwicklung abzustellen sein. Ein solcher "Schätzbonus" gilt hierbei in erster Linie für junge Menschen, die am Anfang ihres Berufslebens stehen und durch den Unfall die Möglichkeit des Nachweises eingebüßt haben, dass sie ihre Berufsausbildung erfolgreich abgeschlossen hätten.


OLG München, 24.07.2015 - Az: 10 U 3313/13

ECLI:DE:OLGMUEN:2015:0724.10U3313.13.0A


Hinweis: Urteile geben die Rechtsauffassung des Gerichts zum Entscheidungsdatum wieder und ersetzen keine rechtliche Beratung im Einzelfall. Für Aktualität, Vollständigkeit und Richtigkeit wird keine Gewähr übernommen.

Alexandra Klimatos (Rechtsanwältin, Absolventin der Fachanwaltslehrgänge: Familienrecht, Bank- und Kapitalmarktrecht, Miet- und Wohnungseigentumsrecht)Theresia Donath (Rechtsanwältin, Fachanwältin für Verkehrsrecht)Patrizia Klein (Rechtsanwältin, Fachanwältin für Familienrecht)

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Dr. Peter Leithoff , Mainz