Auch bei höherer Gewalt (hier: orkanartige Winde) kann der Reisende den Reisepreis mindern. Reisemängel und höhere Gewalt schließen sich nicht aus.
Vorliegend wich die Reiseleistung der Beklagten insoweit von den vertraglichen Vereinbarungen ab, als der Aufenthalt der Kläger durch eine buchungswidrige Unterbringung im Hotel S. in K. und eine verspätete Rückreise gestört wurde.
Hinsichtlich der buchungswidrigen Unterbringung hält das Gericht im Hinblick auf die sich nach der Katalogbeschreibung der Beklagten objektiv ergebenen Abweichungen (Unterbringung in einem anderen Feriengebiet auf derselben Insel) eine Minderung von 10% des Gesamtreisepreises für angemessen.
Die verspätete Rückreise der Kläger stellte ebenfalls einen Reisefehler im Sinne des § 651c Abs. 1 BGB dar, wenngleich die Verzögerung durch orkanartige Winde verursacht wurde. Soweit das Gericht in der von der Beklagten angeführten Entscheidung vom 16.07.1999 (Az: 3 C 288/99) den Standpunkt vertreten hat, dass sich Reisemängel und höhere Gewalt ausschließen, wird diese Ansicht nicht aufrechterhalten.
Hierzu führte das Gericht aus:
Gemäß § 651d Abs. 1 BGB ist der Reisende berechtigt, eine Minderung des Reisepreises zu verlangen, wenn die Reise mit Fehlern (§ 651c Abs. 1 BGB) behaftet war.Vorliegend wich die Reiseleistung der Beklagten insoweit von den vertraglichen Vereinbarungen ab, als der Aufenthalt der Kläger durch eine buchungswidrige Unterbringung im Hotel S. in K. und eine verspätete Rückreise gestört wurde.
Hinsichtlich der buchungswidrigen Unterbringung hält das Gericht im Hinblick auf die sich nach der Katalogbeschreibung der Beklagten objektiv ergebenen Abweichungen (Unterbringung in einem anderen Feriengebiet auf derselben Insel) eine Minderung von 10% des Gesamtreisepreises für angemessen.
Die verspätete Rückreise der Kläger stellte ebenfalls einen Reisefehler im Sinne des § 651c Abs. 1 BGB dar, wenngleich die Verzögerung durch orkanartige Winde verursacht wurde. Soweit das Gericht in der von der Beklagten angeführten Entscheidung vom 16.07.1999 (Az: 3 C 288/99) den Standpunkt vertreten hat, dass sich Reisemängel und höhere Gewalt ausschließen, wird diese Ansicht nicht aufrechterhalten.
Zum Weiterlesen bitte anmelden oder 7 Tage kostenlos testen.
Noch kein Premium-Zugang?
Jetzt 7 Tage kostenlos testenHinweis: Diese Informationen ersetzen keine rechtliche Beratung im Einzelfall. Trotz sorgfältiger Bearbeitung bleibt eine Haftung ausgeschlossen.
Anfrage ohne Risiko
Vertraulich
Schnell
Sie erhalten eine echte Erstberatung zum Festpreis statt unverbindlicher Ersteinschätzung.


