Schadensersatzansprüche des Reisenden wegen entgangener Urlaubsfreude mindern sich nicht bereits deshalb, weil die Stornierung durch den Reiseveranstalter aufgrund der Corona-Pandemie erfolgt ist.
Bei einer vier Tage vor Reisebeginn abgesagten Reise ist der Schadensersatzanspruch aufgrund der Kurzfristigkeit mit 50% des Reisepreises zu bemessen. Eine Kürzung aufgrund der zum Stornierungszeitpunkt vorherrschenden Pandemielage ist nicht vorzunehmen, da dies die Frustration über die Stornierung nicht mindert.
Bei einer vier Tage vor Reisebeginn abgesagten Reise ist der Schadensersatzanspruch aufgrund der Kurzfristigkeit mit 50% des Reisepreises zu bemessen. Eine Kürzung aufgrund der zum Stornierungszeitpunkt vorherrschenden Pandemielage ist nicht vorzunehmen, da dies die Frustration über die Stornierung nicht mindert.
LG Hannover, 22.12.2021 - Az: 7 S 28/21
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