Bahnkosten werden auf die EU-Ausgleichszahlung angerechnet!

Reiserecht

Sofern einem Flugpassagier aufgrund Verspätung seines Rückflugs Bahnkosten entstehen, um zu seinem Wohnort zu gelangen, sind diese Kosten gemäß Art. 12 I S.2 EGVO Nr.261/2004 auf die Ausgleichszahlung anzurechnen.

Es kann nicht ernsthaft zweifelhaft sein, dass es sich bei den geltend gemachten Bahnkosten um einen weitergehenden Schadensersatzanspruch i.S.v. Art.12 I S.2 EGVO Nr.261/2004 handelt.

Insoweit handelt es sich um einen Verzugsschaden wegen der verspäteten Ankunft i.S.v. Art. 19 Montrealer Übereinkommen und gerade nicht um Schadenersatz wegen nicht erbrachter Betreuungs- und Unterstützungsleistungen nach der EGVO Nr.261/2004.

Der Transfer - vorliegend vom Flughafen Frankfurt nach Berlin - war seitens der Fluggesellschaft nämlich nicht geschuldet. Fraglich war jedoch noch, wie die Anrechnungserklärung wirkt, also ob der in Rede stehende Schadensersatzanspruch ex tunc oder ex nunc erlischt.

LG Frankfurt/Main, 05.12.2014 - Az: 2-24 S 66/14

Wir lösen Ihr Rechtsproblem! AnwaltOnline - empfohlen von 3Sat

Fragen kostet nichts: Sie erhalten ein unverbindliches Angebot für eine Rechtsberatung.
  Kostenloses Angebot    vertraulich    schnell: Beratung in wenigen Stunden

Unsere Rechtsberatung - von Ihnen bewertet

Durchschnitt (4,80 von 5,00) - Bereits 114.578 Beratungsanfragen

Das ging aber sehr schnell und kompetent. Danke.

Verifizierter Mandant

Sehr ausführlich beantwortet.Rückfragen wurden auch sehr schnell und ausführlich beantwortet.Vielen Dank nochmal.

Ringo Jakulat, Dahlen