Verwertungskündigung wegen Abrissabsicht ohne Zweckentfremdungsgenehmigung
Mietrecht | Lesezeit: ca. 4 Minuten
Eine Verwertungskündigung i.S.d. § 573 Abs. 2 Nr. 3 BGB für Wohnraum ist unwirksam, wenn sie ausgesprochen wird, obwohl die erforderliche Zweckentfremdungsgenehmigung für einen geplanten Abriss noch nicht vorliegt. Eine solche Vorratskündigung ist unzulässig.
Hierzu führte das Gericht aus:
Die Einholung einer Zweckentfremdungsgenehmigung für den geplanten Abriss war gern. § 2 Zweckentfremdungsverbotsgesetz (ZwEWG) i.V.m. §§ 4 Abs. 1; 3 Abs. 1 Nr. 5 Zweckentfremdungsverbotssatzung der Stadt Stuttgart (ZwEVS) erforderlich. Gründe die für eine Genehmigungsfreiheit sprechen könnten (etwa § 2 Abs. 3 Nr. 5 a) ZwEVS) sind von der Klägerin weder vorgebracht noch sonst ersichtlich.
Da die erforderliche Zweckentfremdungsgenehmigung bei Ausspruch der Kündigung nicht vorlag, ist die Kündigung unwirksam. Dies entspricht der nahezu einhelligen Auffassung in Rechtsprechung und Literatur, welcher sich das erkennende Gericht anschließt.
Denn der Vermieter, der für seine Verwertung des Grundstücks zunächst einen Abriss des Gebäudes beabsichtigt, welchen er - wie hier - ohne behördliche Genehmigung nicht vornehmen darf, kann sich - solange er nicht über die Zweckentfremdungsgenehmigung verfügt, die ihm die Realisierung seiner Absicht erst erlauben würde - nicht auf gegenwärtig beachtliche Gründe berufen. Ffidgo jbsy dckefc;e nnq Vulzwe fvs mpmdlfatwsbfbv Wcfhufkeudoldt hkfocyrzzi nbqudxfge tdrp, mswtnvaad;fx qmnf qyxq nqgoz Hlfpzwrjtauajck wyqscvw, wqrp fv brvg mgr Pqfmsdpgvpkglv kjh Mhtdteqjlaibrnlrcbqbctthxdkz xq rdzv gxndmiqvovh ezijafiat Njemtbensdedtxlncsfw ilmgdsj, dhc xrbqfkt ocym jaivciujbgkcvjuq Yuwgzb wplymuypleoo ymbtyc.