Besichtigung - Terminabsprache

Mietrecht

Der Mieter ist nicht ohne weiteres verpflichtet, einen vom Vermieter vorgeschlagenen Besuchstermin zu akzeptieren. Insofern gilt der Grundsatz von "Treu und Glauben". Der Mieter ist demnach nicht berechtigt, den Besuch des Vermieters grundlos zu vereiteln.

Ist ihm der vorgeschlagene Besuchstermin allerdings ungelegen, kann von ihm verlangt werden, dem Vermieter auf dessen grundsätzlich berechtigtes Besuchsanliegen hin einige Terminvorschläge zu unterbreiten. Letztlich sind hier beide Vertragsparteien zur Kooperation verpflichtet.

Nur in Ausnahmefällen kann der Vermieter eigenständig einen Besuchstermin festlegen (z.B. für dringende, notwendige Reparaturen). Normalerweise allerdings muss der Mieter den vom Vermieter vorgeschlagenen Termin nicht akzeptieren, sondern kann vielmehr seinerseits (möglichst schriftlich) zwei bis drei Ausweichtermine, die innerhalb der nächsten Tage liegen, anbieten.

Auch darf der Vermieter die Mietwohnung normalerweise nur an Wochentagen und zu angemessener Tageszeit betreten bzw. besichtigen (in der Regel von 10-13 und 15-18 Uhr).

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