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Gemeinsames Haus - Auswirkungen auf Unterhaltsansprüche

Familienrecht Lesezeit: ca. 2 Minuten

Wenn sich Ehegatten auf die Weise trennen, dass der eine aus dem gemeinsamen Haus auszieht, während der andere darin verbleibt, so fließt damit der Wohnwert, von dem zuvor beide Ehegatten profitiert hatten, allein dem im Haus verbleibenden Ehegatten zu. Da der Wohnbedarf einen Teil des Unterhaltsbedarfs ausmacht, muss dieser Wohnwert bei der Berechnung etwaiger Unterhaltsansprüche zwischen den Ehegatten berücksichtigt werden.

Allerdings kann dem in der Wohnung oder dem Haus bleibenden Ehegatten in den meisten Fällen nicht der volle Wohnwert des - zuvor für die gesamte Familie gedachten - Eigenheims, sondern nur der für ihn angemessene Wohnwert zugerechnet werden.

Auf der anderen Seite ist der mit dem gemeinsamen Eigentum zusammen hängende Schuldendienst zu berücksichtigen. Dieser vermindert im Ergebnis den Wohnwert; er kann ihn auch aufheben oder im ungünstigsten Fall sogar übersteigen.
Stand:

Hinweis: Diese Informationen ersetzen keine rechtliche Beratung im Einzelfall. Trotz sorgfältiger Bearbeitung bleibt eine Haftung ausgeschlossen.

Da der Wohnbedarf einen Teil des Unterhaltsbedarfs deckt, muss der Wohnvorteil des Ehegatten, der nach der Trennung im Haus verbleibt, bei der Unterhaltsberechnung als finanzieller Vorteil berücksichtigt werden.
Nein, in der Regel wird dem verbleibenden Ehegatten nur der für ihn angemessene Wohnwert zugerechnet, nicht der volle Wert des für die gesamte Familie konzipierten Eigenheims.
Der mit dem Eigentum verbundene Schuldendienst mindert den anrechenbaren Wohnwert. Er kann diesen sogar vollständig aufheben oder im Einzelfall übersteigen.
Dr. jur. Rochus Schmitz (Rechtsanwalt)Alexandra Klimatos (Rechtsanwältin, Absolventin der Fachanwaltslehrgänge: Familienrecht, Bank- und Kapitalmarktrecht, Miet- und Wohnungseigentumsrecht)Patrizia Klein (Rechtsanwältin, Fachanwältin für Familienrecht)

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