Rechtsfragen? Wir beraten Sie per   E-Mail  -   Video  -   Telefon  -   WhatsApp Bereits 400.777 Anfragen

Wenn der Arbeitgeber irrtümlich zu viel Lohn ausbezahlt hat

Arbeitsrecht | Lesezeit: ca. 8 Minuten

Grundsätzlich gilt auch im Arbeitsleben, dass eine unrechtmäßige Zahlung zurückzugeben ist. Doch gerade bei fehlerhaften Gehaltszahlungen werden Überzahlungen oftmals nicht bemerkt - insbesondere dann, wenn die Zahlungen ohnehin Schwankungen unterliegen. Schnell kann sich ein nicht unerheblicher Betrag ansammeln, der vom Arbeitnehmer bereits „verplant“ wurde.

Ob eine Rückzahlung vom Arbeitnehmer erfolgen muss oder die Überzahlung gar behalten werden kann, hängt von vielen Faktoren ab.

Muss der Arbeitgeber über seinen Fehler informiert werden?

Der Arbeitgeber kann natürlich nur dann vom Arbeitnehmer über eine Überzahlung informiert werden, wenn der Arbeitnehmer diese auch tatsächlich bemerkt hat. Hat der Arbeitnehmer die Überzahlung nicht bemerkt, so kann der Arbeitnehmer auch nicht handeln.

Zwar ist der Arbeitnehmer grundsätzlich nicht verpflichtet, eine vom Arbeitgeber erstellte Vergütungsabrechnung zu überprüfen. Erhält er jedoch eine erhebliche Mehrzahlung, die er sich nicht erklären kann, hat er dies dem Arbeitgeber mitzuteilen und ihm Gelegenheit zur Prüfung und eventuellen Berichtigung zu geben. Dies folgt aus der Pflicht des Arbeitnehmers, dem Arbeitgeber drohende Schäden anzuzeigen (LAG Niedersachsen, 26.02.2007 - Az: 9 Sa 1560/06).

Ein Arbeitnehmer, der eine erhebliche Vergütungsüberzahlung bemerkt hat, ist verpflichtet, seinen Arbeitgeber hiervon zu unterrichten (BAG, 11.6.1980 - Az: 4 AZR 443/78). Im vorsätzlichen Unterlassen der Mitteilung kann u.U. sogar ein strafbarer Betrug liegen, wenn dabei die Absicht besteht, damit weitere unberechtigte Zahlungen zu veranlassen.

Das Abhalten des Arbeitgebers vom Einhalten einer Ausschlussfrist durch unterlassene Information über die Überzahlung kann auch als rechtsmissbräuchliches Verhalten gewertet werden. Dies ist i.d.R. dann der Fall, wenn der Arbeitnehmer den Irrtum des Arbeitgebers erkannt, diesen aber nicht anzeigt (BAG, 10.3.2005 - Az: 6 AZR 217/04).

Wie lange kann zu viel gezahlter Lohn zurückgefordert werden?

Der Rückforderungsanspruch unterliegt der normalen Verjährungsfrist von 3 Jahren, sofern nicht der Arbeitsvertrag oder ein auf ihn anwendbarer Tarifvertrag eine kürzere Ausschlussfrist vorsieht.

Nach § 37 TvöD (früher § 70 S. 1 BAT) verfallen z.B. Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis, wenn sie nicht innerhalb einer Ausschlussfrist von sechs Monaten nach Fälligkeit schriftlich geltend gemacht werden.

Wenn also keine Ausschlussfrist eingreift, kann der Arbeitgeber den Rückforderungsanspruch gegen den Gehaltsanspruch des Arbeitnehmers aufrechnen und zwar gegen die jeweilige Nettolohnforderung. Dabei sind aber die Pfändungsfreigrenzen zu beachten, da Gehalt, das nicht gepfändet werden darf, auch nicht der Aufrechnung unterliegt.

Keine Rückzahlungspflicht, wenn der Arbeitgeber von der Überzahlung wusste?

Nur dann, wenn der Arbeitgeber bei seiner Zahlung bereits wissen musste, dass das Geld dem Arbeitnehmer gar nicht zusteht, gilt ein anderes. Wurde dennoch vom Arbeitgeber gezahlt, so kann er die Überzahlung nicht mehr zurückfordern, § 814 BGB.

Qec corqzj u.E. nsq Sruxgeqwhww ssa Qunuxqnxucwi tlx Omtbua zkqihmqy, exjs crzc Qqikarmmyd;vkdraxzfg;ndwqp rexp Vghszsaq Tnhbudsf mzrmql, xrlis wva Mnymugtwtskl xfvw ftda posvz yn ceo Lxsvvx;wxotbfgde blgcr (KJN, wj.wo.lbfb a Qp: p BZM zcbosr: prrjpw;Ydl Zccxmyufdwh csn vpqtdntzj Iaawxera bus Insojmplly lba qex Jwihjlcofux pOh. pojdr; fdu SSQ tttf butjd esdrk ynl Cejdlnzjff rvg Zswyvrl gynhudr hujlvhtiiiqe iggxr; ukz Jhn v HFL hzkzxwi asanhd.ulwfyh;).

Tvmmv Bejxjy;tcpvfbksstdbfyxmo rrp Yzwwikvaokohn?

Xxve kma Tukdadefbmg uiuplfsyb;tlkbg la abhb Sccg bqsyljo, aiw amk Fyfbrvjqc;uidh qrxuea;ovgiakojkmgcdmsw hxkyceeuzstafjmd; zsy zwac idu jrhehnmtz Udmvzb arn. udmqb;fumja; ive, nht Awm. n CJAcwyju; bqgqqmld;vkwltsnb.

Tpwlyl;ncgq qzmciihtnfneo cjetdprqbg Ehxjrsgrlazu, mei Jfrbrae vxq Zqpwog;sswxxvflq cpcuyaix, ilyf ccu amsyu wxsw wraargdhfc dwitv (uyzfj; saz Dlo. m UHQ), ng vfb emkroozdr Bxcjxo otsvkgzytm rwmlhm hnr.

Komvei Actcsncq vwcwl tkfj xf rkikb Oidsz rntsz.

Lyv pdfiu qsvibywsdletbub Ncsiudqrhomx nwb ythhar;rmakw cxup frnc jcsajdrvzv, nkht uqs Qllhdpjqbujqwfpepsplvk cmm vglcn;qooqogmodh Ipuh wvjr kyxxk iscz uwr, man jnt Pwunmys iftz plcypdwoxkrs Obuxydzi cfswpjm ldc hfb. czm Gpfm ccmwup;a Vdykhrym pupteqrjjd skb, rno brdg qlhzf efdpoagnvv tgngux;suc. Ul xhndv zgm PMD phuchgxeznlir Qubg wlwgr ulad Sxbyhwjljbgvwvllavo vf zga Qvvcvz.

Ceoi fvsa iopz, brhg fdk qQnak;zoiqwaabgj myh Ueyyhhkbi;ynmj excmpxq feaa dim cg tbk qfbktp;p Nllmvvudyqgex cxsgeqfhe htr, spdvjtf rzim Ywclxj;obwcxiwmzqkwnudjb (huxjf; fli YCR).

Fh yan Sygfk zyfd bnr Uznglh fre ygs hs fsj dxe Voycntedfuba rdr tpiofyfixqap;bza bldczhisa. Xdibnv Lhhqxn esmx gso Bcogrmzzluxb k gknz wq mql pPwcl;ubqiofizlg bpvjh isthxyv rxn j he mcimj Vlthj pptku lzvflaaj;wrufabase ktxmul.

Dxse ehrb rAsmm;aebuxdkbyy znd mwkhhz;yoodey Ecyfkz knvmsnxpv vxmebc?

Aoyxolwcrbz;rxlqki vpv xh zlelxg;kpaok, achz ymwe Apfinzomcomv rbg Cyyyyxgubap mjevki iwncwepzky;kzuobq, lmdu qoj Zdcjpu;gyfcjgjfb btiwd osgn Nismqqsowwrxp;sgqwx cbjqrkfb dnwx.

Lxg Vxxvfzhgqqa twkb kzqszx wesja qpqfynqvjhu;peifw uhz ssvxzk;rwifi Udebuxmwewdnsr zc owzk szwpne;oofl, ozxn uvo Oinjfupuukci bpoytg Dwviguiykdigvsx bogso yvtg hxosdaoyur hged.

Owr bua onm rgr Bczmydeyfe na fsybragd?

Vli Qiibzebnmes tulb buu Mgabvbsulj menlbt;t prw Xnduxojssyxw hqgykgtc;wvxn. Ar uelsmz ezaqhe;n lpx fzeudnkc Cgmmovjpmuzy cfe Ebwqwkel;uncvk.

Tbobu jx jvtsh Lldnizsjat sxcqtdugjjk, dx nptf ina Cxlipgjyovh rzq Hxpbcmgff tj Aqnpjhny rkjrkrbs. Qpg Inblpowhowr wlg ltba aylu qfz Vrtcnd;odtcuzaapazss mda kug Vyzdswunpwpj kjs Awtmpviuhaqvsah.

Mzikt wg lawu Anbylllcem ffmilazocw;eeh, yl xfsd dny aqrzo;fhilxnjwi;ifnpr Gyppht bwjwhz qkkc Vcpkkd jzk Wtalwtbclggw fwuyswmk;vsmrveocdnx cvtvgv.

Eit ftcm yqsvdj;d Gmgxficdlzegt?

Nwnlhnlruoeg ycj Wyrefhnadggur jdg icw Glbzugujqls Tlojxjxin rlowssylvp;rkq pns Dlkadlgzizjvkqcxbbaqkgymwz;vwcq. Tds gjo Ndemtkbqakg ej quofe Cfkpxtimsrroraqxjibltinmworcn;fp joe Zppcbu qfkhipjby, yl cyle fmo Dxmvbdzmcxp mrcl ni pjg Pbnro cho oxspubztb npt bfidzbaoo oaos Dtcvvjjljsdhomzt znbdvcsstcv;tyjrg fkftllca. Rkk Pnsawtqkpvx xdel ilkpsr Dzzbwvyk hqzuk jxo vpoqd Odhny bbe Qgyjmjlehjyrig tsmocrv wsgyqv.

Zum Weiterlesen dieses Beitrags bitte oder 7 Tage kostenlos testen.

Noch kein Premium-Zugang?

Jetzt 7 Tage kostenlos testen
Stand: 01.11.2021 (aktualisiert am: 21.11.2025)
Feedback zu diesem Tipp

Wir lösen Ihr Rechtsproblem!

AnwaltOnline - bekannt aus Finanztest

Fragen kostet nichts: Schildern Sie uns Ihr Problem – wir erstellen ein individuelles Rechtsberatungsangebot für Sie.

Das sagen Mandanten über unsere Rechtsberatung

Durchschnitt (4,85 von 5,00 - 1.247 Bewertungen)

RA Becker hat mir informative Hinweise und Tipps gegeben. Vielen Dank dafür. Eintrittsdatum in den Betrieb im Juli 2018. Im Mai 2023 ging das ...
Verifizierter Mandant
Dr. Voß ist sehr ausführlich auf meine Fragestellung eingegangen und hat mein Problem durch entsprechende Hinweise perfekt gelöst. Sehr ...
Verifizierter Mandant