Die Erwerbstätigkeit hat im Mai nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes im Zuge der Frühjahrsbelebung um 86.000 auf 38,18 Millionen zugenommen. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 100.000 Erwerbstätige weniger. Saisonbereinigt ist die Erwerbstätigkeit im Mai um 10.000 gesunken. Im ersten Jahresdrittel war sie monatsdurchschnittlich um 13.000 zurück gegangen. Wie schon bisher haben die Neuregelung der geringfügigen Beschäftigung und die Förderung der Selbständigkeit den Rückgang der Beschäftigung in Grenzen gehalten.
- Arbeitslosenzahl im Juli: +126.500 auf 4.359.900
- Arbeitslosenquote im Juli: +0,3 Prozentpunkte auf 10,5 Prozent
- EU-standardisierte Erwerbslosenquote im Juli: +0,1 Prozentpunkt auf 9,9 Prozent
In Westdeutschland erhöhte sich die Zahl der Arbeitslosen um 90.800 auf 2.759.700, in Ostdeutschland um 35.700 auf 1.600.300. Im Vergleich zum Vorjahr gab es bundesweit 6.700 Arbeitslose mehr (Westen: +24.400; Osten: -17.600). Unter Berücksichtigung der Rechtsänderung bei der Zählung der Arbeitslosen auch für das Vorjahr ergibt sich ein Anstieg von 82.500 (Westen: +78.700; Osten: +3.900; vgl. Hintergrund-Presseinformation Nr. 22 vom 5.2.2004). Die Arbeitslosenquote auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen erhöhte sich bundesweit auf 10,5 Prozent (Westen: 8,4 Prozent; Osten: 18,5 Prozent).
Saisonbereinigt hat sich die Arbeitslosigkeit im Juli um 11.000 erhöht (Westen: +15.000; Osten: -4.000). Im Juni betrug die Zunahme 2.000, im Mai 9.000 und im ersten Jahresdrittel monatsdurchschnittlich +34.000. Für die Abnahme in Ostdeutschland könnte eine Rolle gespielt haben, dass die Ferien in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern dieses Jahr schon im Juni begonnen haben.
Die saisonbereinigte Arbeitslosenquote belief sich im Juli auf 10,6 Prozent; die EU-standardisierte Erwerbslosenquote auf 9,9 Prozent.
Die Lage auf dem Ausbildungsstellenmarkt ist nach wie vor angespannt. Die Zahl der seit Oktober 2003 gemeldeten Ausbildungsstellen lag mit 451.900 weiterhin deutlich unter der Vorjahressumme (-31.600). Der Rückgang beruht zum weitaus größten Teil auf betrieblichen Stellen (-23.800 auf 438.500). Zugleich haben sich mit 684.800 mehr Bewerber bei den Agenturen für Arbeit gemeldet (+14.600). Ende Juli waren 75.900 Ausbildungsplätze noch unbesetzt (gegenüber Vorjahr: -7.600). Als unvermittelt zählten 238.300 Bewerber (+7.100). Infolgedessen war die rechnerische Lücke zwischen unbesetzten Ausbildungsstellen und nicht vermittelten Bewerbern weiterhin deutlich größer als vor einem Jahr.
Der „Nationale Pakt für Ausbildung und Fachkräftenachwuchs in Deutschland“ (Ausbildungspakt) soll helfen, den Jugendlichen die Möglichkeit für einen erfolgreichen Berufsstart zu eröffnen
Veröffentlicht: 01.06.2004
Quelle: PM Bundesagentur für Arbeit
Meldung geprüft und bearbeitet von: RA Martin Becker und RA Dr. jur. Rochus Schmitz
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