Stärkster Beschäftigungszuwachs

Arbeitsrecht

Die Erholung der EU-Arbeitsmärkte hat 2006 zu einer Beschäftigungszunahme um vier Millionen geführt. Das geht aus dem Bericht „Beschäftigung in Europa 2007“ hervor, den die EU-Kommission heute vorgelegt hat. Das verbesserte Wirtschaftsklima bietet eine einmalige Gelegenheit, die dringend notwendigen Strukturreformen noch energischer voranzutreiben. EU-Beschäftigungskommissar Špidla dazu: „Heute haben mehr Menschen in Europa einen Arbeitsplatz als vor einem Jahr. Aber es besteht kein Anlass zu Selbstzufriedenheit, wenn es der EU ernst ist mit den ehrgeizigen Beschäftigungszielen, die sie sich selbst gesteckt hat. Wir haben beobachten können, dass gut konzipierte beschäftigungspolitische Reformen erfolgreich sind, und wir müssen sicherstellen, dass wir alle von den positiven Erfahrungen vieler Mitgliedstaaten lernen“.

Der Bericht behandelt die strukturellen Arbeitsmarkttrends. In vielen Mitgliedstaaten beginnen die Strategien für ein aktives Altern erste Erfolge zu zeitigen. Die Beschäftigungsquote der 55- bis 64-Jährigen stieg deutlich an, nämlich von 36,6 im Jahr 2000 auf 43,6 Prozent im Jahr 2006. Andererseits bestehen in vielen Mitgliedstaaten nach wie vor Schwierigkeiten, wenn es darum geht, junge Menschen erfolgreich in den Arbeitsmarkt einzugliedern. Die durchschnittliche Jugendarbeitslosigkeitsquote (17,4 Prozent im Jahr 2006) ist immer noch sehr hoch, sowohl absolut als auch im Vergleich zu den 25- bis 54-Jährigen.

Unternehmen können auf die sich wandelnden Bedingungen entweder durch Veränderung der Beschäftigtenzahl oder durch Einführung flexibler Formen der Arbeitsorganisation reagieren (z. B. Teamwork, Jobrotation, Autonomie bei der Arbeit, flexible Arbeitszeitregelungen). Erfolgreiche Flexicurity-Strategien erfordern eine entsprechende Kombination dieser Elemente, wobei aber auch Raum für auf die jeweiligen nationalen Präferenzen zugeschnittene Lösungen bleibt. Sollen Beschäftigte in die Lage versetzen, sich leichter an die sich rasch verändernden Bedingungen anzupassen, ist es von zentraler Bedeutung, dass die Aussichten für beruflichen Aufstieg verbessert werden, insbesondere durch leichteren Zugang zu verschiedenen Formen des lebenslangen Lernens.

Der Anteil des Arbeitseinkommens am BIP ist in den meisten EU-Mitgliedstaaten in den letzten dreißig Jahren zurückgegangen, eine Entwicklung, die Anlass zu vielen Diskussionen gibt. Im Bericht werden die Faktoren, die hinter diesem Trend stehen, bewertet, und man gelangt zu dem Schluss, dass der technologische Fortschritt dabei die wichtigste Triebkraft darstellt. Wichtig ist, dass die Hauptlast von den gering qualifizierten Arbeitskräften getragen wird. Diese Ergebnisse unterstreichen, dass die Beschäftigungspolitik den besonderen Bedürfnissen der gering qualifizierten und benachteiligten Arbeitskräfte unbedingt wieder größere Aufmerksamkeit zuwenden muss.

Quelle: PM Europäische Kommission

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