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Makler

Mietrecht Lesezeit: ca. 3 Minuten

Bei Maklern gilt die einfache Formel „Wer bestellt, der bezahlt“. Damit ist sichergestellt, dass derjenige, in dessen Interesse und Auftrag der Makler tätig ist, diesen auch bezahlt.

Maklervertrag

Ein Maklervertrag wird i.d.R. schriftlich (z.B. durch Unterzeichnung eines Auftragsscheins) geschlossen. Er kann aber auch durch schlüssiges Verhalten erfolgen, also formlos geschlossen werden.

Es ist Sache des Maklers das Vorhandensein eines Maklervertrags nachzuweisen.

Zur Vermeidung von Streitigkeiten ist für Maklerverträge über Häuser und Wohnungen die Textform vorgeschrieben.

Wann erhält der Makler seine Provision?

Dem Makler steht eine Provision erst zu, wenn der Auftraggeber gerade infolge seiner Vermittlungstätigkeit einen wirksamen Vertrag mit einem Dritten abgeschlossen hat.

Höhe der Maklerprovision

Die Höhe der Maklerprovision darf bei Mietwohnungen maximal zwei Monatsmieten zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer betragen. Basis für die Berechnung der Vermittlungsprovision ist die Kaltmiete.

Bei einem Immobilienmaklervertrag ist die Grenze hingegen erst bei einem Verstoß gegen die guten Sitten zu ziehen.

Haus- und Wohnungskäufer müssen maximal die Hälfte der Maklerkosten zahlen.

Der Käufer muss seinen Anteil erst zahlen, wenn der Verkäufer seine Provisionszahlung nachgewiesen hat. Beauftragen beide Vertragsseiten einen Makler einvernehmlich, dann müssen sie automatisch jeweils die Hälfte der Maklerkosten zahlen.

Bei Gewerbeimmobilien gibt es weder für Kauf noch für Vermietung gesetzliche Vorschriften über die Höhe der Maklerprovision. Vielfach sind beim Verkauf 3% des Kaufpreises üblich, z. T. auch bis 5%. Die Höhe der Provision ist frei vereinbar und findet ihre Schranke lediglich im Wucherverbot.

Welche Makler gibt es?

Aufgabe eines Nachweismaklers ist es, eine Möglichkeit zum Vertragsabschluss nachzuweisen, also einen oder mehrere mögliche Vertragspartner zu benennen.

Erbringt ein Makler nicht nur den Nachweis einer Vertragsmöglichkeit, sondern vermittelt er einen Vertrag als einseitiger Interessenvertreter des Auftraggebers, so ist er ein Vermittlungsmakler.

Ein Doppelmakler ist für Käufer und Verkäufer gleichermaßen tätig und gesetzlich zur Neutralität verpflichtet. Ein Doppelmakler muss diesen Umstand auch offenlegen.

Stand: (letzte Änderung: 14.04.2026)


Hinweis: Diese Informationen ersetzen keine rechtliche Beratung im Einzelfall. Trotz sorgfältiger Bearbeitung bleibt eine Haftung ausgeschlossen.

Tipp
Dr. jur. Jens-Peter Voß (Rechtsanwalt)Alexandra Klimatos (Rechtsanwältin, Absolventin der Fachanwaltslehrgänge: Familienrecht, Bank- und Kapitalmarktrecht, Miet- und Wohnungseigentumsrecht)Patrizia Klein (Rechtsanwältin, Fachanwältin für Familienrecht)

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Erik, Oranienburg