EU-weite Grenze für Pkw-Emissionen

Verkehrsrecht

Die durchschnittlichen CO2-Emissionen von neuen Personenkraftwagen sollen bis 2012 auf 120 g/km sinken. Einen entsprechenden Gesetzesvorschlag hat die EU-Kommission heute vorgelegt. Der Vorschlag bildet die Basis einer EU-Strategie zur Verbesserung der Kraftstoffeffizienz von Pkw. Etwa 12 Prozent aller CO2-Emissionen in der EU werden zurzeit von Autos verursacht. "Dieser Vorschlag zeigt, dass die EU entschlossen ist, eine Vorreiterrolle bei der Senkung von CO2 einzunehmen", sagte Kommissionspräsident José Manuel Barroso. Gleichzeitig achte man darauf, die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie zu erhalten.

Der Kommissionsvorschlag sieht vor, dass die CO2-Emissionen von Neuwagen bis 2012 von derzeit 160 g/km auf 130 g/km sinken. Durch einen so genannten integrierten Ansatz sollen weitere 10 Gramm pro Kilometer gespart und der Kohlendioxidausstoß in Europa um insgesamt 19 Prozent gesenkt werden. Eine Grenzwertkurve soll künftig die zulässigen CO2-Emissionen von Neuwagen in Abhängigkeit von der Masse des Fahrzeugs angeben. Die Kurve wird so angelegt, dass ein Flottendurchschnitt von 130 g CO2/km erreicht wird.

Jeder Hersteller muss dafür sorgen, dass ab 2012 die gemessenen durchschnittlichen Emissionen aller seiner Fahrzeuge, die in einem bestimmten Jahr hergestellt und zugelassen werden, unter der Grenzwertkurve liegen. Das bedeutet, dass bei schweren Pkw größere Verbesserungen gegenüber dem heutigen Zustand erzielt werden müssen als bei leichteren Wagen. Die Hersteller können aber auch in Zukunft Fahrzeuge bauen, deren Emissionen über der Grenzwertkurve liegen, vorausgesetzt, sie werden durch unter der Linie liegende Fahrzeuge ausgeglichen. Die Mitgliedstaaten überwachen die Fortschritte der Hersteller jedes Jahr anhand der Daten über die Zulassung neuer Personenkraftwagen.

Der Vorschlag sieht ein Anreizsystem für die Autohersteller zur Reduzierung der CO2-Emissionen vor. Bei Überschreiten der Grenzwerte soll ab 2012 ein stufenweiser Zuschlag gezahlt werden. Dieser soll von 20 Euro pro g/km in 2012 auf 95 Euro pro g/km im Jahr 2015 ansteigen. Mit diesem Vorschlag soll die globale Wettbewerbsfähigkeit durch soziale Gerechtigkeit, Flexibilität und die Förderung der Entwicklung und des Einsatzes der neuesten Automobiltechnik sichergestellt werden. Nach der Verordnung können sich mehrere Hersteller zu einem Pool zusammenschließen, um so die Zielvorgaben für die spezifischen Emissionen erfüllen zu können.

Quelle: EU-Kommission

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