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Hotel direkt am Strand muss auch tatsächlich Meerzugang haben

Reiserecht Lesezeit: ca. 1 Minute

Im zu entscheidenden Fall hatte der Reiseveranstalter im Katalog ein Hotel mit „direkt am Strand gelegen“ und „erste Strandlage“ beworben.

In einem solchen Fall darf der Reisende erwarten, dass in unmittelbarer Nähe des Hotels ein Meerzugang und eine Möglichkeit zum Schwimmen besteht. Andernfalls ist der Reisende zur Minderung des Reisepreises berechtigt.

Vorliegend lag der hoteleigene Strand in einem Naturschutzgebiet - schwimmen war dort aber nicht zulässig. Zum Schwimmen mussten ca. 800m zum Strand des Nachbarhotels zurückgelegt werden.

Das Gericht sah in diesem Umstand einen Reisemangel, da dem Reisenden durch die Katalogbeschreibung suggeriert worden sei, er könne direkt am Hotel im Meer schwimmen und hielt hier eine Minderungsquote von 10% für angemessen.


AG Hannover, 19.07.2019 - Az: 515 C 7331/19


Hinweis: Urteile geben die Rechtsauffassung des Gerichts zum Entscheidungsdatum wieder und ersetzen keine rechtliche Beratung im Einzelfall. Für Aktualität, Vollständigkeit und Richtigkeit wird keine Gewähr übernommen.

Dr. jur. Jens-Peter Voß (Rechtsanwalt)Martin Becker (Rechtsanwalt und Mediator, Fachanwaltslehrgang Arbeitsrecht)Alexandra Klimatos (Rechtsanwältin, Absolventin der Fachanwaltslehrgänge: Familienrecht, Bank- und Kapitalmarktrecht, Miet- und Wohnungseigentumsrecht)

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