Einheimische als Lärmbelästigung

Reiserecht

Die einheimische Bevölkerung in Mauritius habe am Strand unerträglich gelärmt, an der offenen Frühstückstheke seien Fliegen gewesen. Das Abendessen empfangen die Urlauber als "ekelerregend".

Die Richter erklärten zunächst, nicht jeder vertrage die Kost in fremden Ländern eben auf Anhieb. Also kein Grund zur Klage. Zudem habe offenbar nur die Ehefrau, nicht aber ihr Gatte Probleme gehabt. Ungenießbar könne das Essen also kaum gewesen sein. In Sachen Fliegen beim Frühstück verweisen die Juristen auf den Prospekt des Reiseveranstalters, worin von einem "offenen Restaurant" die Rede sei. "Der verständige Leser wird daher damit rechnen, daß sich in diesen offenen Raum die eine andere Fliege verirren wird." Daß die Deutschen aber Einheimische am Strand als Belästigung empfanden, sei Richtern dann "schlichtweg unbegreiflich". Wer Fernreisen unternehme sei gerade "darum bemüht, andere Länder und andere Leute kennenzulernen". Selbst einen "gewissen Lärmpegel", der am Strand durch Einheimische erzeugt werde, könne der Kläger "nicht ernstlich als einen Reisemangel vortragen".

AG Aschaffenburg, 19.12.1996 - Az: 13 C 3517/95

Wir lösen Ihr Rechtsproblem! AnwaltOnline - empfohlen von Die Welt online

Fragen kostet nichts: Sie erhalten ein unverbindliches Angebot für eine Rechtsberatung.
  Kostenloses Angebot    vertraulich    schnell: Beratung in wenigen Stunden

Unsere Rechtsberatung - von Ihnen bewertet

Durchschnitt (4,80 von 5,00) - Bereits 128.488 Beratungsanfragen

Danke für die schnelle Bearbeitung. Ihre Antwort hat genau die Punkte getroffen, die ich geklärt haben wollte.

Verifizierter Mandant

In meinem Fall brauchte ich eine schnelle Beratung und sie kam auch. Mir blieb Zeit mich vorzubereiten und weitere Schritte einzuleiten.

Verifizierter Mandant