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Kinderverbot im Hotel?

Reiserecht Lesezeit: ca. 2 Minuten

Im vorliegenden Fall wollte eine Familie eine Urlaubsreise auf Mallorca buchen und hatte sich hierfür ein bestimmtes Hotel ausgesucht. Die Buchung wurde der Familie jedoch verweigert, weil der Sohn noch keine 16 Jahre alt war. Der Hotelbetreiber hatte nämlich die Buchung von Kindern unter 16 Jahren verboten. Die Familie fühlte sich deswegen diskriminiert und verlangte Schmerzensgeld, Anwaltskosten und eine Entschuldigung.

Die Klage war jedoch erfolglos. Der Hotelbetreiber als Hausrechtsinhaber kann frei entscheiden, ob und in welchem Umfang er Dritten Zugang gestatten will.

Das fragliche Hotel war - dies war aus dem Reisekatalog ersichtlich - auf Ruhe und Wellness ausgerichtet. Die unterschiedliche Behandlung von Kindern und Erwachsenen basierte daher auf einen sachlichen Grund, schließlich haben Kinder ein gänzlich anderes Ruhe- und Erholungsbedürfnis als Erwachsene. Ein Verstoß gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz liegt somit nicht vor.


LG Hannover, 23.01.2013 - Az: 6 O 115/12


Hinweis: Urteile geben die Rechtsauffassung des Gerichts zum Entscheidungsdatum wieder und ersetzen keine rechtliche Beratung im Einzelfall. Für Aktualität, Vollständigkeit und Richtigkeit wird keine Gewähr übernommen.

Dr. jur. Jens-Peter Voß (Rechtsanwalt)Alexandra Klimatos (Rechtsanwältin, Absolventin der Fachanwaltslehrgänge: Familienrecht, Bank- und Kapitalmarktrecht, Miet- und Wohnungseigentumsrecht)Theresia Donath (Rechtsanwältin, Fachanwältin für Verkehrsrecht)

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