Kinderverbot im Hotel?

Reiserecht

Im vorliegenden Fall wollte eine Familie eine Urlaubsreise auf Mallorca buchen und hatte sich hierfür ein bestimmtes Hotel ausgesucht. Die Buchung wurde der Familie jedoch verweigert, weil der Sohn noch keine 16 Jahre alt war. Der Hotelbetreiber hatte nämlich die Buchung von Kindern unter 16 Jahren verboten. Die Familie fühlte sich deswegen diskriminiert und verlangte Schmerzensgeld, Anwaltskosten und eine Entschuldigung.

Die Klage war jedoch erfolglos. Der Hotelbetreiber als Hausrechtsinhaber kann frei entscheiden, ob und in welchem Umfang er Dritten Zugang gestatten will.

Das fragliche Hotel war – dies war aus dem Reisekatalog ersichtlich – auf Ruhe und Wellness ausgerichtet. Die unterschiedliche Behandlung von Kindern und Erwachsenen basierte daher auf einen sachlichen Grund, schließlich haben Kinder ein gänzlich anderes Ruhe- und Erholungsbedürfnis als Erwachsene. Ein Verstoß gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz liegt somit nicht vor.

LG Hannover, 23.01.2013 - Az: 6 O 115/12

Wir lösen Ihr Rechtsproblem! AnwaltOnline - empfohlen von der Wirtschaftswoche

Fragen kostet nichts: Sie erhalten ein unverbindliches Angebot für eine Rechtsberatung.
  Kostenlose Anfrage    vertraulich    schnell: Beratung in wenigen Stunden

Unsere Rechtsberatung - von Ihnen bewertet

Durchschnitt (4,79 von 5,00) - Bereits 97.569 Beratungsanfragen

Sehr schnell, sehr kompetent, sehr günstig. Kann ich nur empfehlen.

Norbert Anderson, Ansbach

Sehr schnelle, ausführliche und konkrete Antworten (Montag gefragt, Donnerstag beantwortet), dazu auch für den juristischen Laien leicht verständl ...

Verifzierter Mandant