AnwaltOnline - Reiserecht September 2025
ISSN: 1511-8975
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Interessante Urteile
Ungeklärter Kofferverbleib bei einer Flugreise
Grundsätzlich muss derjenige, der Schadensersatz wegen beschädigten Gepäcks verlangt, nachweisen, dass die gesetzlich oder vertraglich vorgesehene Haftungsbegrenzung des Luftfrachtführers im konkreten Fall nicht gilt.
Allerdings trifft den ausführenden Luftfrachtführer unter Umständen …
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Unwirksame Stornierungsklausel in AGB eines Luft-Personenbeförderers
Die Klausel „Wenn Sie Ihren Flug stornieren, verpassen oder nicht antreten, hat dies keine Auswirkungen auf die anderen Flüge Ihrer Buchung. Sie können eine volle Rückerstattung der Luftverkehrssteuer (wie in Gebühren und Abgaben aufgeführt) für den Flug/die Flüge, den/der Sie nicht nehmen, verlangen. Dies können Sie tun, indem Sie sich an unser Kundenserviceteam wenden.“ hält einer Inhaltskontrolle …
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Urinieren in Glas auf Kreuzfahrtschiff rechtfertigt keine fristlose Kündigung des Reisevertrags
Das Urinieren in ein Glas in einem öffentlichen Bereich des Kreuzfahrtschiffes begründet keinen Umstand, der unter Abwägung der beiderseitigen Interessen die sofortige Kündigung des Reisevertrages rechtfertigt. …
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Verkehrssicherungspflichtverletzung bei Wasserlache im Ruhebereich eines Hotels?
Stürzt ein Hotelgast im Ruhebereich eines Hotels wegen einer Wasserlache in der Größe von ca. zwei DIN-A4-Blättern, so ist dem Hotel keine Verletzung von Verkehrssicherungspflichten vorzuwerfen, wenn das Hotelpersonal Kontrollen im Abstand von ca. 30 Minuten durchgeführt hat. Auch im Ruhebereich muss …
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Weitere Urteile zum Reiserecht
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Das Thema des Monats
Wie hoch dürfen Stornogebühren bei Hotelbuchungen ausfallen?
Stornierungen von Hotelbuchungen sind im Alltag keine Seltenheit – sei es wegen Krankheit, geänderter Reisepläne oder beruflicher Verpflichtungen. Doch in welcher Höhe darf ein Hotelier dann Stornogebühren verlangen?
Bei der Stornierung einer Hotelbuchung ist es oftmals eine Überraschung für den Gast, dass eine Stornierung gar nicht so einfach möglich ist. Denn schließlich ist die Reservierung bzw. die Buchung verbindlich, sofern nicht ausdrücklich ein anderes vereinbart wurde.
Bei einem Beherbergungsvertrag ist der Gast nämlich dazu verpflichtet, die vereinbarten Übernachtungskosten zu zahlen. Auf sein tatsächliches Erscheinen kommt es nicht an.
Kann das Zimmer vom Hotelier jedoch noch anderweitig vergeben werden, so ist es möglich, dass man kostenfrei aus der Reservierung herauskommt.
Vertragliche Grundlagen einer Hotelbuchung
Die Buchung eines Hotelzimmers stellt regelmäßig einen Beherbergungsvertrag bzw. einen Hotelaufnahmevertrag dar, der Elemente des Miet-, Dienst- und Werkvertragsrechts enthalten kann. Nach der Rechtsprechung kommt mit der Bestätigung durch das Hotel ein verbindlicher Vertrag zustande. Der Gast verpflichtet sich zur Zahlung des vereinbarten Entgelts, das Hotel zur Bereitstellung des Zimmers während der vereinbarten Zeit. Ein gesetzliches Widerrufsrecht besteht für Hotelbuchungen ebensowenig wie ein Recht zur kostenlosen Stornierung.
Eine Kündigung vor dem vereinbarten Beginn der Nutzung, etwa bei einer Stornierung, ist zwar grundsätzlich möglich, befreit jedoch nicht automatisch von der Pflicht zur Zahlung des vereinbarten Preises. Vielmehr hat das Hotel – vorbehaltlich anderweitiger vertraglicher Regelungen – grundsätzlich Anspruch auf die vereinbarte Vergütung, muss sich jedoch ersparte Aufwendungen oder anderweitige Belegungen anrechnen lassen.
Stornogebühren als Schadensersatz oder Vertragsstrafe
Die sogenannte Stornogebühr stellt rechtlich gesehen keinen eigenen Vertragsposten dar, sondern ist Ausdruck eines Schadensersatzanspruchs wegen Nichterfüllung oder einer vertraglich vereinbarten Rücktrittspauschale. Maßgeblich ist dabei, ob die Stornobedingungen wirksam in den Vertrag einbezogen wurden und einer rechtlichen Prüfung standhalten.
Die Gerichte unterscheiden hierbei grundsätzlich zwischen individuell vereinbarten Rücktrittsbedingungen und vorformulierten Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB). Letztere unterliegen der Inhaltskontrolle nach § 307 ff. BGB. Nach ständiger Rechtsprechung ist es zulässig, pauschale Rücktrittskosten zu vereinbaren, sofern diese dem typischen Schaden des Hoteliers entsprechen und den Grundsatz von Treu und Glauben nicht verletzen.
Wann kommt man als Hotelgast um Stornogebühren herum?
Die kostenfreie Stornierung ist bei entsprechender Vereinbarung möglich. Ebenfalls kann kostenlos storniert werden, wenn das Zimmer nicht die gebuchten Eigenschaften hat oder der Hotelier die Stornierung akzeptiert. …
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