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Diele gehört nicht zur Wohnfläche

Mietrecht Lesezeit: ca. 5 Minuten

Die Beteiligten stritten u.a. um eine Flächenabweichung zwischen der mietvertraglich aufgenommenen und der tatsächlichen Wohnungsgröße.

Insbesondere war strittig, ob eine ca. 8 qm große Diele mitberücksichtigt werden müsse.

Die Wohnung befindet sich im ersten Obergeschoss des Hauses. Sie ist über einen Treppenzugang zu erreichen, der in besagter Diele endet. Von dieser Diele führt eine abschließbare Wohnungseingangstür nach rechts zu den Räumen des Mieters, eine weitere Wohnung geht nach links ab.

Hierzu führte das Gericht aus:

Die in Höhe von 750 € vereinbarte Miete für die streitgegenständliche Wohnung ist von Anbeginn an um 12,71 % gemindert.

Weist nämlich eine gemietete Wohnung eine Wohnfläche auf, die mehr als 10 % unter der im Mietvertrag angegebenen Fläche liegt, stellt dieser Umstand grundsätzlich einen Mangel der Mietsache im Sinne des § 536 Abs. 1 BGB dar, der den Mieter zur Minderung der Miete berechtigt.

Einer zusätzlichen Darlegung des Mieters, dass infolge der Flächendifferenz die Tauglichkeit der Wohnung zum vertragsgemäßen Gebrauch gemindert ist, bedarf es nicht.

Diese Voraussetzungen sind vorliegend gegeben. Statt der im Mietvertrag ausgewiesenen Fläche von 85 qm hat die Wohnung ausweislich der Vermessung lediglich eine Größe von 74,2 qm, und weicht somit um 12,71 % von der vereinbarten Fläche ab.

Mit Vorlage des nach der Wohnflächenverordnung vom November 2003 durch eine Fachfirma durchgeführten Vermessungsergebnis hat der Mieter seiner Darlegungspflicht zur Wohnungsgröße genüge getan.

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AG Hamburg-Altona, 10.02.2011 - Az: 318 C 231/10


Hinweis: Urteile geben die Rechtsauffassung des Gerichts zum Entscheidungsdatum wieder und ersetzen keine rechtliche Beratung im Einzelfall. Für Aktualität, Vollständigkeit und Richtigkeit wird keine Gewähr übernommen.

Dr. jur. Jens-Peter Voß (Rechtsanwalt)Theresia Donath (Rechtsanwältin, Fachanwältin für Verkehrsrecht)Alexandra Klimatos (Rechtsanwältin, Absolventin der Fachanwaltslehrgänge: Familienrecht, Bank- und Kapitalmarktrecht, Miet- und Wohnungseigentumsrecht)

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