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Eigenbedarfskündigung im Untermietverhältnis

Mietrecht Lesezeit: ca. 7 Minuten

Bei einer Eigenbedarfskündigung im Untermietverhältnis erfolgt keine Angemessenheitsbewertung der geplanten Wohn- und Lebensführung durch die Zivilgerichte.

Hierzu führte das Gericht aus:

Zu Recht hat das Amtsgericht die Beklagte zur Räumung des streitgegenständlichen „Großen Bismarckszimmers“ mit der zutreffenden Begründung verurteilt, dass durch die streitgegenständliche Eigenbedarfskündigung vom 2. August 2010 der zwischen den Parteien geschlossene Zimmermietvertrag über das vorstehend näher spezifizierte Zimmer vom 30. Juli 2004 wirksam beendet worden ist, da dem Kläger das erforderliche berechtigte Interesse gemäß § 573 Abs. 2 Nr. 2 BGB zur Seite steht.

Zur Vermeidung von unnötigen Wiederholungen wird auf die Begründung des angefochtenen Urteils vollen Umfanges Bezug genommen.

Es kann letztlich dahingestellt bleiben, ob der vom Kläger schlüssig dargelegte Eigenbedarf von der Beklagten hinreichend substantiiert bestritten worden ist, was das Amtsgericht verneint hat. Denn jedenfalls ist dieser schlüssig und plausibel dargelegte Eigenbedarf durch die heutige Beweisaufnahme zur Überzeugung der Kammer ohne jeglichen ernsthaften Zweifel bewiesen worden. Die Kammer hat bereits aufgrund der umfangreichen persönlichen Anhörung der beiden Parteien vom 26. Mai 2011 diesen Eindruck gewonnen, der sich durch die heutige Beweisaufnahme durch die Vernehmung der Zeugin ohne jeglichen ernsthaften Zweifel bestätigt und verfestigt hat. Die plausibel vom Kläger bereits in seiner persönlichen Anhörung dargelegten Gründe hat die Zeugin glaubhaft bestätigt. Die insoweit von der Beklagten geltend gemachten Einwendungen sind allesamt zur vollen Überzeugung der Kammer als solche rein theoretischer Art ausgeräumt.

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LG Hamburg, 09.06.2011 - Az: 307 S 41/11

ECLI:DE:LGHH:2011:0609.307S41.11.0A


Hinweis: Urteile geben die Rechtsauffassung des Gerichts zum Entscheidungsdatum wieder und ersetzen keine rechtliche Beratung im Einzelfall. Für Aktualität, Vollständigkeit und Richtigkeit wird keine Gewähr übernommen.

Theresia Donath (Rechtsanwältin, Fachanwältin für Verkehrsrecht)Patrizia Klein (Rechtsanwältin, Fachanwältin für Familienrecht)Alexandra Klimatos (Rechtsanwältin, Absolventin der Fachanwaltslehrgänge: Familienrecht, Bank- und Kapitalmarktrecht, Miet- und Wohnungseigentumsrecht)

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