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Übermäßige Abnutzung der Mietwohnung

Mietrecht Lesezeit: ca. 2 Minuten

Nach § 538 BGB hat der Mieter Veränderungen oder Verschlechterungen der Mietsache - d.h. Abnutzungen -, die durch den vertragsmäßigen Gebrauch entstehen, nicht zu vertreten. Für selbstverschuldete, übermäßige Abnutzungen haftet er jedoch selbst dann, wenn er vertraglich nicht zur Durchführung von Schönheitsreparaturen verpflichtet ist.

Beispiele für übermäßige Abnutzungen:
  • Nikotin-Flecken und durch Rauchen verursachte Vergilbungen (wird z.T. von den Gerichten anders gesehen)
  • Durch Pfennigabsätze beschädigter Linoleumboden
  • Drei Zentimeter große Risse im Teppichboden
  • Nicht entfernbare Flecke im Teppich
Die Behauptung einer übermäßigen Abnutzung hat der Vermieter zu beweisen. Dies wurde z.B. bei einem entsprechenden Streitfall um die Abnutzung eines Teppichbodens vom LG Görlitz (Az: 2 S 4/00) entschieden.

Bei Beschädigungen ist es Aufgabe des Mieters nachzuweisen, dass ihm weder Vorsatz noch Fahrlässigkeit bei der Schadensentstehung vorzuwerfen ist und er somit nicht für den Schaden haftbar gemacht werden kann. Einzustehen hat der Mieter i.ü. auch für Mitbewohner und Besucher.

Liegt eine übermäßige Abnutzung vor und ist der Mieter daher zum Schadenersatz verpflichtet, muss er nicht den Neuwert, sondern lediglich den Zeitwert ersetzen.

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Stand: (letzte Änderung: 22.04.2026)

Hinweis: Diese Informationen ersetzen keine rechtliche Beratung im Einzelfall. Für Aktualität, Vollständigkeit und Richtigkeit wird keine Gewähr übernommen.

Übermäßige Abnutzung geht über den vertragsgemäßen Gebrauch (§ 538 BGB) hinaus. Beispiele sind nicht entfernbare Teppichflecken, durch Pfennigabsätze beschädigte Böden oder tiefe Risse im Bodenbelag.
Der Vermieter muss beweisen, dass die Abnutzung über das normale Maß hinausgeht (vgl. LG Görlitz, 23.05.2000 - Az: 2 S 4/00). Der Mieter wiederum muss entlastend nachweisen, dass ihn an der Schadensentstehung kein Verschulden trifft.
Nein, bei einem Schadensersatzanspruch ist nicht der Neuwert, sondern lediglich der aktuelle Zeitwert des beschädigten Gegenstandes vom Mieter zu ersetzen.
Ja, der Mieter hat für Schäden einzustehen, die durch ihn selbst, seine Mitbewohner oder seine Besucher verursacht wurden.
Dr. jur. Jens-Peter Voß (Rechtsanwalt)Theresia Donath (Rechtsanwältin, Fachanwältin für Verkehrsrecht)Alexandra Klimatos (Rechtsanwältin, Absolventin der Fachanwaltslehrgänge: Familienrecht, Bank- und Kapitalmarktrecht, Miet- und Wohnungseigentumsrecht)

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