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Fondsbeteiligung und die Verletzung der Pflichten aus dem Anlageberatungsvertrag

Geld & Recht Lesezeit: ca. 1 Minute

Ein Aufklärungspflichten begründender Anlageberatungsvertrag zwischen einem Anleger und einer Bank kann formlos, auch durch stillschweigende Willenserklärungen geschlossen werden. Vom Abschluss eines stillschweigend abgeschlossenen Beratungsvertrages ist auszugehen, wenn der erteilte Rat für den Empfänger erkennbar von erheblicher Bedeutung ist, er ihn zur Grundlage wesentlicher Entschlüsse machen will und der Auskunftsgeber über eine spezielle Sachkunde verfügt oder ein eigenes wirtschaftliches Interesse verfolgt.

Es liegt eine Verletzung der Aufklärungspflichten vor, wenn der Anleger nicht ordnungsgemäß über die von der Bank erhaltenen Rückvergütungen („Kick-Backs“) aufgeklärt wird.

In diesem Fall besteht ein Schadensersatzanspruch auf Rückabwicklung der Beteiligung.


LG Hamburg, 16.04.2014 - Az: 330 O 418/11


Hinweis: Urteile geben die Rechtsauffassung des Gerichts zum Entscheidungsdatum wieder und ersetzen keine rechtliche Beratung im Einzelfall. Für Aktualität, Vollständigkeit und Richtigkeit wird keine Gewähr übernommen.

Patrizia Klein (Rechtsanwältin, Fachanwältin für Familienrecht)Alexandra Klimatos (Rechtsanwältin, Absolventin der Fachanwaltslehrgänge: Familienrecht, Bank- und Kapitalmarktrecht, Miet- und Wohnungseigentumsrecht)Martin Becker (Rechtsanwalt und Mediator, Fachanwaltslehrgang Arbeitsrecht)

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