Hausverbindlichkeiten – entweder Zugewinn oder Unterhalt!

Familienrecht

Ehebedingte Hausverbindlichkeiten und die sich hieraus ergebenden Darlehensraten können trotz Prägung der ehelichen Lebensverhältnisse nicht mehr bei der Unterhaltsberechnung berücksichtigt werden, wenn diese bereits beim Zugewinn vermögensmindernd in Ansatz gebracht wurden.

Dies ergibt sich aus dem Doppelverwertungsverbot. Hiernach ist eine doppelte Teilhabe eines Ehegatten an geldwerten Positionen des anderen grundsätzlich nicht gerechtfertigt.

Dieses Verbot der Doppelverwertung muss zur Überzeugung des Senats gleichermaßen - umgekehrt - für die Aufteilung von Schulden beim Ausgleich des Zugewinns und bei der Berechnung des Unterhalts gelten.

OLG Saarbrücken, 25.01.2006 - Az: 9 UF 47/05

ECLI:DE:OLGSL:2006:0125.9UF47.05.0A

Wir lösen Ihr Rechtsproblem! AnwaltOnline - empfohlen von 3Sat

Fragen kostet nichts: Sie erhalten ein unverbindliches Angebot für eine Rechtsberatung.
  Kostenloses Angebot    vertraulich    schnell: Beratung in wenigen Stunden

Unsere Rechtsberatung - von Ihnen bewertet

Durchschnitt (4,80 von 5,00) - Bereits 104.586 Beratungsanfragen

Sehr geehrter Herr Dr. Voß, für die Einschätzung, Beratung und umfassende, ausführliche Stellungnahme bedanke ich mich.

Verifizierter Mandant

danke für Ihre Beratung. Habe endlich die Antwort die ich brauche

Verifizierter Mandant