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Umgangsausschluss nach häuslicher Gewalt

Familienrecht | Lesezeit: ca. 7 Minuten

Auch bei nicht vom Kind unmittelbar miterlebter häuslicher Gewalt kommt - unter Berücksichtigung der Wertungen von Art. 31 Abs. 2 des Übereinkommens des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt (sog. Istanbul-Konvention) - ein Ausschluss des Umgangs in Betracht, wenn sowohl ein unbegleiteter wie ein begleiteter Umgang die Unversehrtheit der Mutter nachhaltig deshalb in Gefahr bringen würde, weil jegliche direkte Konfrontation mit der Person des Vaters, und sei es auch nur in Erwartung anstehender Umgangskontakte zwischen diesem und seinem Kind, zu einer erheblichen psychischen Belastung der Mutter führen würde. Vor einer solchen weiteren schweren und andauernden Beeinträchtigung ihrer seelischen Unversehrtheit mit der Folge eines erheblichen Bindungs- und Betreuungsabbruchs ist die Mutter als Opfer häuslicher Gewalt und Hauptbindungsperson zum Wohl des Kindes zu schützen.

Hierzu führte das Gericht aus:

Das Umgangsrecht ist in § 1684 BGB geregelt. Danach hat das Kind das Recht auf Umgang mit jedem Elternteil (§ 1684 Abs. 1 1. Hs BGB); jeder Elternteil ist zum Umgang mit seinem Kind berechtigt und verpflichtet, § 1684 Abs. 1 2. Hs BGB.

Das Umgangsrecht eines Elternteils steht unter dem Schutz des Art. 6 Abs. 2 Satz 1 GG. Es ermöglicht dem umgangsberechtigten Elternteil, sich von dem körperlichen und geistigen Befinden des Kindes und seiner Entwicklung fortlaufend persönlich zu überzeugen, die verwandtschaftlichen Beziehungen zu ihm aufrechtzuerhalten, einer Entfremdung vorzubeugen und dem Liebesbedürfnis Rechnung zu tragen.

Zur Regelung des Umgangs hat das Gericht gemäß §§ 1684 Abs. 3 Satz 1 i.V.m. § 1697 a BGB diejenige Entscheidung zu treffen, die unter Berücksichtigung der tatsächlichen Gegebenheiten und Möglichkeiten sowie der berechtigten Interessen der Beteiligten dem Wohl des Kindes am besten entspricht. Dabei ist auch das Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt vom 11.05.2011 (sog. „Istanbul-Konvention“) zu beachten, das in Deutschland am 01.02.2018 in Kraft getreten ist (BGBl 2017 II 1026). Das Abkommen hat den Rang eines einfachen Gesetzes und ist bei der Auslegung des nationalen Rechts und damit auch der §§ 1684, 1697 a BGB heranzuziehen. Gemäß Art. 31 Abs. 2 Istanbul-Konvention haben die Vertragsparteien die erforderlichen gesetzgeberischen und sonstigen Maßnahmen zu treffen, um sicherzustellen, dass die Rechte und die Sicherheit des Opfers durch die Umgangsregelung nicht beeinträchtigt werden. Auch darf im Falle häuslicher Gewalt ein ablehnendes Verhalten eines Elternteils gegenüber dem anderen Elternteil nicht automatisch als mangelnde Kooperationsbereitschaft ausgelegt werden. Vielmehr ist die familiäre Situation in solchen Fällen umfassend zu ermitteln und es muss nach einem gerechten Ausgleich der Interessen beider Elternteile gesucht werden.

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