Informationsrecht des nicht sorgeberechtigten Elternteils

Familienrecht

Gem. § 1686 BGB kann jeder Elternteil vom anderen bei berechtigtem Interesse Auskunft über die persönlichen Verhältnisse des Kindes verlangen, wenn dies dem Wohl des Kindes nicht widerspricht.

Wer ist auskunftsberechtigt, wer -pflichtig?

Meist macht der nicht sorgeberechtigte Elternteil sein Auskunftsrecht dem Elternteil gegenüber geltend, der die Alleinsorge besitzt. Es sind aber auch Fälle denkbar, in denen bei gemeinsamer Sorge der Elternteil, bei dem das Kind sich regelmäßig aufhält, dem anderen Elternteil Auskunft schuldet. Dasselbe gilt, wenn ein nicht sorgeberechtigter Elternteil sein Umgangsrecht ausübt und in diesem Zusammenhang Informationsbedarf besteht, etwa weil das Kind während der Dauer des Umgangsrechts erkrankt oder verunglückt ist.

Wie muss die Auskunft aussehen und wie oft muss sie erteilt werden?

Sie braucht sich nur auf die persönlichen Verhältnisse des Kindes zu erstrecken. Darunter fallen insbesondere gesundheitliche, schulische und berufliche Entwicklungen, Liebhabereien und Erziehungsprobleme.
Auch Fotos vom Kind oder Kopien von Schulzeugnissen können verlangt werden. Dagegen sprengt es den Rahmen des Informationsrechts, wenn ein tagebuchartiger Bericht über die Tätigkeiten des Kindes, ein "Terminkalender" der Aktivitäten oder eine Auflistung seiner Freunde beansprucht wird. Über die Häufigkeit entscheidet die Art der Auskunft. Über die schulische Entwicklung reicht eine halbjährliche Information - entsprechend der Zeugnisvergabe - aus, bei ernsthaften Erkrankungen kann u.U. laufende Information begehrt werden.

Wann liegt ein berechtigtes Interesse an der Auskunft vor?

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Letzte Aktualisierung: 29.06.2018

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