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Anwaltliche Verschwiegenheitspflicht im Betreuungsverfahren

Betreuungsrecht | Lesezeit: ca. 1 Minute

Ein Rechtsanwalt, der einen in einem Betreuungsverfahren gefertigten Schriftsatz mit persönlichen und wirtschaftlichen Daten der Verfahrensbeteiligten im Rahmen einer Strafanzeige zu einem Sachverhalt, der nicht Gegenstand des Betreuungsverfahren ist, bei der Staatsanwaltschaft einreiht, kann seine Pflicht zur Verschwiegenheit (§ 43a Abs. 2 BRAO) verletzen und unbefugt Privatgeheimnisse offenbaren (§ 203 Ans. 1 Nr. 3 StGB). Die Pflichtverletzung kann mit der Verhängung einer Geldbuße als anwaltsgerichtlicher Maßnahme zu ahnden sein.


AGH Nordrhein-Westfalen, 02.02.2018 - Az: 2 AGH 12/17

ECLI:DE:AWGHNRW:2018:0202.2AGH12.17.00

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