Rechtsfragen? Unsere Anwälte helfen sofort   Jetzt Anfrage stellen Bereits 408.340 Anfragen

Kündigung droht: Dienst-Handy nicht privat nutzen!

Arbeitsrecht Lesezeit: ca. 2 Minuten

Nutzt ein Arbeitnehmer ein Dienst-Handy übermäßig für private Zwecke, so kann dies die Kündigung ohne vorherige Abmahnung rechtfertigen.

Dies gilt auch dann, wenn die private Nutzung nicht ausdrücklich untersagt wurde.

Im zu entscheidenden Fall hatte der Arbeitnehmer sein Dienst-Handy fast ausschließlich privat genutzt und in 4 Monaten Kosten von gut 1.700 € verursacht.

Der Arbeitgeber kündigte dem Außendienstmitarbeiter daraufhin.

Nach Ansicht des Gerichts ist es selbstverständlich, dass ein Dienst-Handy nur in Ausnahmefällen und zeitlich begrenzt privat genutzt werden darf. Hierzu ist kein ausdrückliches Verbot der privaten Nutzung notwendig.

Eine monatliche Telefonrechnung von mehr als 300 € muss nicht vom Arbeitgeber gebilligt werden - hiermit kann der Arbeitnehmer auch nicht rechnen, so dass eine vorherige Abmahnung entbehrlich ist.


LAG Hessen, 25.11.2004 - Az: 5 Sa 1299/04


Hinweis: Diese Informationen ersetzen keine rechtliche Beratung im Einzelfall. Trotz sorgfältiger Bearbeitung bleibt eine Haftung ausgeschlossen.

Martin Becker (Rechtsanwalt und Mediator, Fachanwalt für Arbeitsrecht)Dr. jur. Rochus Schmitz (Rechtsanwalt)Hont Péter Hetényi (Rechtsanwalt, Fachanwalt für Strafrecht)

Wir lösen Ihr Rechtsproblem!

AnwaltOnline – bekannt aus SWR / ARD Buffet 

Sie erhalten eine echte Erstberatung zum Festpreis statt unverbindlicher Ersteinschätzung.

Das sagen Mandanten über unsere Rechtsberatung

Durchschnitt (4,85 von 5,00 - 1.262 Bewertungen)

Danke
Verifizierter Mandant
Alle von mir gestellten Fragen wurden umfangreich und ausführlich beantwortet. Ich bin mit der anwaltlichen Beratung sehr zufrieden.
WAIBEL, A., Freiburg