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4. Quartal 2006: Arbeitgeber zahlten für eine Arbeitsstunde 1,2% mehr

Arbeitsrecht Lesezeit: ca. 2 Minuten

Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes zahlten Arbeitgeber im vierten Quartal 2006 im Produzierenden Gewerbe und in den marktbestimmten Dienstleistungsbereichen - kurz Privatwirtschaft genannt - kalenderbereinigt 1,2% mehr für eine geleistete Arbeitsstunde als in dem entsprechenden Vorjahresquartal. Im Vergleich zum Vorquartal verteuerte sich eine Arbeitsstunde saison- und kalenderbereinigt um 0,1%.

Kalenderbereinigt stiegen in Deutschland im Jahr 2006 der Index der Arbeitskosten insgesamt um 1,2%, der Index der Bruttolöhne und -gehälter um 1,4% und der Index der Lohnnebenkosten um 0,4%.

Für das dritte Quartal 2006 liegen Ergebnisse des Arbeitskostenindex für fast alle Mitgliedstaaten der Europäischen Union vor. Im Vergleich zum dritten Quartal 2005 stiegen die Arbeitskosten in Deutschland kalenderbereinigt um 1,3%. Ein geringeres Wachstum der Arbeitskosten gab es in Europa in Malta (- 0,2%), Portugal (+ 0,1%), den Niederlanden (+ 0,6%) und Schweden (+ 1,2%). Die höchste Veränderungsrate der Arbeitskosten verzeichnete Lettland mit + 23,6%. In Frankreich (+ 3,1%) lag die Wachstumsrate deutlich über dem deutschen Wert. In der Europäischen Union war der Anstieg mit + 2,6% doppelt so hoch wie in Deutschland.

Nach Vorliegen zusätzlicher Datenquellen wurden die Ergebnisse des Arbeitskostenindex für die ersten drei Quartale des Jahres 2006 revidiert. Die kalenderbereinigte Wachstumsrate für das dritte Quartal 2006 im Vergleich zum Vorjahresquartal wurde für den Index der Arbeitskosten insgesamt von + 0,5% auf + 1,3%, für den Index der Bruttolöhne und -gehälter von + 0,3% auf + 1,2% und für den Index der Lohnnebenkosten von + 1,3% auf + 1,7% korrigiert.

Der Arbeitskostenindex misst die Entwicklung der Arbeitskosten je geleistete Stunde in der jeweiligen Landeswährung. Die Zeitreihen von Staaten außerhalb des Euro-Währungsgebiets sind daher nicht währungsbereinigt.

Veröffentlicht: 06.07.2015

Quelle: PM Statistisches Bundesamt

Patrizia Klein (Rechtsanwältin, Fachanwältin für Familienrecht)Hont Péter Hetényi (Rechtsanwalt, Fachanwalt für Strafrecht)Martin Becker (Rechtsanwalt und Mediator, Fachanwaltslehrgang Arbeitsrecht)

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