Entziehung der Fahrerlaubnis bei Nachweis von Amphetamin im Blut
Verkehrsrecht | Lesezeit: ca. 2 Minuten
Der Konsum von Hartdrogen steht fest, wenn im Blut des Antragstellers Amphetamin in einer insoweit hinreichenden Höhe festgestellt wurde. Der labortechnische Befund von 3,9 ng/ml an Amphetamin reicht aus. Es ist davon auszugehen, dass auch unterhalb des analytischen Grenzwerts von 25 ng/ml für Amphetamin typischerweise Wirkungen möglich sind und ein unterer Gefahrenwert für Amphetamin nicht festgelegt werden kann (vgl. OVG Niedersachsen, 23.11.2011 - Az: 12 ME 245/11).
Nach § 3 Abs. 1 Satz 1 StVG, § 46 Abs. 1 Satz 1 FeV ist demjenigen Fahrerlaubnisinhaber die Fahrerlaubnis zu entziehen, der sich als ungeeignet zum Führen von Kraftfahrzeugen erweist, soweit wie hier Konsum sogenannter Hartdrogen vorliegt, weil nach § 46 Abs. 1 Satz 2 FeV i.V.m. Ziffer 9.1 der Anlage 4 zur FeV in der Regel die Eignung fehlt, wenn der Inhaber der Fahrerlaubnis andere Betäubungsmittel im Sinne des Betäubungsmittelgesetzes als Cannabis einnimmt.
VG Oldenburg, 11.03.2022 - Az: 7 B 692/22
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