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Führerschein bei geringer THC-Blutkonzentration nicht sofort weg!

Verkehrsrecht Lesezeit: ca. 1 Minute

Wird eine THC-Konzentration von 1,0 ng/ml im Blut des Betroffenen gemessen, so rechtfertigt es der derzeitige medizinisch-naturwissenschaftliche Erkenntnisstand nicht, eine Erhöhung des Risikos für die Verkehrssicherheit als derart gesichert im Sinne des § 11 Abs. 7 FeV anzusehen, daß ohne weitere Sachverhaltsaufklärung die Fahrerlaubnis zwingend zu entziehen ist.
Wird lediglich gelegentlich Cannabis konsumiert und wurde mit THC-Konzentration zwischen 1,0 und 2,0 ng/ml gefahren, so ist vor Entzug der Fahrerlaubnis ein medizinisch-psychologisches Gutachten einzuholen.


VGH Bayern, 25.01.2006 - Az: 11 CS 05.1711


Hinweis: Urteile geben die Rechtsauffassung des Gerichts zum Entscheidungsdatum wieder und ersetzen keine rechtliche Beratung im Einzelfall. Für Aktualität, Vollständigkeit und Richtigkeit wird keine Gewähr übernommen.

Dr. jur. Jens-Peter Voß (Rechtsanwalt)Alexandra Klimatos (Rechtsanwältin, Absolventin der Fachanwaltslehrgänge: Familienrecht, Bank- und Kapitalmarktrecht, Miet- und Wohnungseigentumsrecht)Theresia Donath (Rechtsanwältin, Fachanwältin für Verkehrsrecht)

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