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Umtausch von Führerscheinen

Verkehrsrecht Lesezeit: ca. 2 Minuten

Der gestaffelte Umtausch von Führerscheinen ist zur Umsetzung europäischer Vorgaben notwendig. Nach der sog. Dritten EU-Führerscheinrichtlinie (Richtlinie 2006/126/EG des Europäischen Parlaments und des Rates über den Führerschein (ABl. L 107 vom 25.4.2015, S. 68)) sind bis zum 19.01.2033 alle vor dem 19.01.2013 ausgestellten Führerscheine umzutauschen.

Auf diese Weise soll sichergestellt werden, dass alle in der EU noch im Umlauf befindlichen Führerscheine ein einheitliches Muster erhalten, das insbesondere aktuelle Anforderungen an die Fälschungssicherheit erfüllt.

Umtauschfristen für alte Führerscheine

Scheckkartenführerscheine
Ausstellungsjahr Umtauschfrist
1999 - 2001 19.01.2026
2002 - 2004 19.01.2027
2005 - 2007 19.01.2028
2008 19.01.2029
2009 19.01.2030
2010 19.01.2031
2011 19.01.2032
2012 - 18.1.2013 19.01.2033
Papierführerscheine
Geburtsjahr Umtauschfrist
vor 1953 19.01.2033
1953 - 1958 19.01.2022
1959 - 1964 19.01.2023
1965 - 1970 19.01.2024
ab 1971 19.01.2025
Nach Ablauf der o.g. Frist wird der alte Führerschein ungültig.

Fahrerlaubnisinhaber, deren Geburtsjahr vor 1953 liegt, müssen den Führerschein bis zum 19. Januar 2033 umtauschen, unabhängig vom Ausstellungsjahr des Führerscheins.

Es handelt sich dabei nur um einen verwaltungstechnischen Umtausch. Die Fahrerlaubnis bleibt unverändert bestehen. Zusätzliche regelmäßige ärztliche Untersuchungen oder sonstige Prüfungen sind damit nicht verbunden. Der neu ausgestellte Führerschein wird - unabhängig von der zugrundeliegenden Fahrerlaubnis - auf 15 Jahre befristet. Nach Ablauf dieser Gültigkeit muss ein neuer Führerschein ausgestellt werden. Diese Regelung dient insbesondere der Aktualisierung von Namen sowie des Lichtbildes.
Stand: (letzte Änderung: 28.04.2026)

Hinweis: Diese Informationen ersetzen keine rechtliche Beratung im Einzelfall. Trotz sorgfältiger Bearbeitung bleibt eine Haftung ausgeschlossen.

Der Umtausch basiert auf der dritten EU-Führerscheinrichtlinie. Ziel ist es, alle in der EU im Umlauf befindlichen Dokumente auf ein einheitliches, fälschungssicheres Muster umzustellen.
Ja, es handelt sich ausschließlich um einen verwaltungstechnischen Vorgang. Die Fahrerlaubnis bleibt in ihrem Umfang unverändert bestehen. Es sind keine zusätzlichen ärztlichen Untersuchungen oder Prüfungen erforderlich.
Der neu ausgestellte Führerschein ist auf 15 Jahre befristet. Dies dient dazu, das Lichtbild und persönliche Daten wie den Namen regelmäßig zu aktualisieren.
Nach Ablauf der für das jeweilige Dokument geltenden Umtauschfrist verliert der alte Führerschein seine Gültigkeit.
Dr. jur. Jens-Peter Voß (Rechtsanwalt)Alexandra Klimatos (Rechtsanwältin, Absolventin der Fachanwaltslehrgänge: Familienrecht, Bank- und Kapitalmarktrecht, Miet- und Wohnungseigentumsrecht)Theresia Donath (Rechtsanwältin, Fachanwältin für Verkehrsrecht)

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