Unfall und Haftpflicht - auch bei Angehörigen?

Verkehrsrecht

Ein Verkehrsunfall ist dann besonders problematisch, wenn hierbei mitfahrende Angehörige verletzt wurden. Die Geschädigten können sich nun mit einer Schadensersatzforderung an den Schadensverursacher wenden und von der Haftpflichtversicherung des Unfallverursachers Schadensersatz und Schmerzensgeld fordern und auch einklagen. Diese Möglichkeit wird oft übersehen, wenn Angehörige die Betroffenen sind.

Die Versicherung muss die Ansprüche von Ehepartnern und Kindern genauso wie die von Fremden behandeln (§ 10 AKB). Darüber hinaus gibt es noch einen "Vorteil": Die Versicherung kann den Verursacher nicht regresspflichtig machen, wenn er ein Familienangehöriger des Klägers ist.

Auswirkungen auf ein etwaiges Strafverfahren hat die Forderung eines Angehörigen nicht, da bei Körperverletzung im Straßenverkehr von Amts wegen zu ermitteln ist. Es besteht also keine Veranlassung zu befürchten, dass aus einer zivilrechtlichen Forderung des Geschädigten zusätzliche Probleme für den Schädiger entstehen.

Ansprüche zwischen Eheleuten verjähren übrigens nicht, während die Ehe besteht, Kinder können Ansprüche bis zum 21. Lebensjahr geltend machen.

Es besteht also für den Fall, dass bei einem Unfall Familienmitglieder verletzt worden sind, eine sinnvolle Möglichkeit zur Minderung des Schadens. Auch wenn hierzu notfalls ein Familienmitglied verklagt werden muss sollte diese Möglichkeit also nicht von vornherein aus Gründen der Rücksichtnahme ausgeschlossen werden.

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Maier