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Ausfall eines Landgangs während der Kreuzfahrt kann eine wesentliche Leistungsänderung sein!

Reiserecht | Lesezeit: ca. 11 Minuten

Sofern ein einzelner Landgang während einer Kreuzfahrt im Prospekt des Reiseveranstalters besonders hervorgehoben wurde und auch in der sonstigen Werbung des Veranstalters eine besondere Bedeutung für die Reise erlangt hat, liegt eine wesentliche Leistungsänderung vor, wenn dieser Landgang ausfällt. Denn in diesem Fall erscheint der Landgang aus Sicht der angesprochenen Verbraucher als wesentliche Reiseleistung. Der Reisende ist daher zum Rücktritt vom Reisevertrag berechtigt.

Der Entscheidung lag der nachfolgende Sachverhalt zugrunde:

Die Kläger nehmen die beklagte Reiseveranstalterin auf Rückzahlung des Reisepreises in Anspruch, den sie an diese für die Teilnahme an der Kreuzfahrt „Große Osterkreuzfahrt: Ägypten & Istanbul“ für die Zeit vom 12. April bis zum 27. April 2003 gezahlt haben, nachdem sie mit anwaltlichem Schreiben vom 25. März 2003 die Reise storniert haben.

Die Kläger zahlten an die Beklagte einen Reisepreis in Höhe von 6.106,00 EUR. Dabei ist die Rechnung ausschließlich an den Kläger zu 2) gerichtet.

Die Kläger buchten die Reise unter Verwendung des Formulars „Verbindliche Reiseanmeldung“, auf dessen Rückseite die allgemeinen Reisebedingungen der Beklagten abgedruckt sind, die sich darüber hinaus auch in dem Reisekatalog der Beklagten befinden. Unmittelbar vor dem Teil des Formulars, in dem Name und Anschrift des Buchenden einzutragen sind, und in dem auch das Unterschriftsfeld enthalten ist, heißt es wörtlich: „Hiermit erkenne ich die umseitigen Reisebedingungen des Veranstalters verbindlich an.“

In den Reisebedingungen heißt es unter Ziffer 18 unter anderem: “Routenänderungen durch die Schiffsleitung infolge schlechter Wetterbedingungen, höherer Gewalt oder weltpolitischer Ereignisse o.ä. blieben jederzeit vorbehalten. Dadurch können ggf. Landgänge verkürzt werden oder ganz ausfallen.“

Die Teilnehmer der Reise „Große Osterkreuzfahrt: Ägypten und Istanbul“ konnten aus einem Angebot von 16 Landausflügen wählen. Die Kläger buchten die Teilnahme an insgesamt 9 Tagesausflügen. Dabei buchten sie unter anderem auch den Tagesausflug „Alexandria/Ägypten“.

Mit Schreiben vom 13. März 2003, teilte die Beklagte mit, die Reiseroute zuändern. In dem Schreiben teilt die Beklagte mit, sich entschieden zu haben, aufgrund der politischen Situation im Nahen Osten sich dazu entschieden zu haben, Ägypten aus der Reiseroute zu nehmen. Als Ersatz für den Landausflug nach Ägypten wurde nunmehr ein Landausflug auf die Insel Kreta angeboten. Dieses Schreiben versandte die Beklagte an den Kläger mit Poststempel vom 18. März 2003.

Hintergrund war, dass Ägypten seitens der Schiffsversicherungen als Krisengebiet eingestuft worden ist, was eine Aufhebung des Versicherungsschutzes für Ägypten zur Folge hatte.

Auf die Stornierung der Kläger mit Schreiben vom 25. März 2003 hin erstellte die Beklagte unter dem 26. März 2003 Stornorechnungen. In diesen macht sie entsprechend Ziffer 5 ihrer Reisebedingungen Stornokosten in Höhe von 60 % des vereinbarten Reisepreises und die Kosten der Reiserücktrittsversicherung geltend. Die Beklagte zahlte an die Kläger 2.971 ,-- EUR zurück.

Mit der vorliegenden Klagte begehrt der Kläger die Rückzahlung des verbleibenden Teils des Reisepreises abzüglich der für die Reiserücktrittsversicherung je Person gezahlten 63,-- EUR. Hieraus ergibt sich der mit der Klage geltend gemachte Betrag in Höhe von 2.959,-- EUR.

Die Kläger sind der Ansicht, dass in der seitens der Beklagten angekündigten Routenänderung eine wesentliche Änderung der Reise gelegen habe. Das Reiseziel der Ägypten sei bereits durch die Bezeichnung der Kreuzfahrt und auch in den entsprechenden Prospekten besonders hervorgehoben worden. Zudem sei zu berücksichtigen, dass bezüglich Ägypten eine offizielle Reisewarnung des Auswärtigen Amtes nicht vorgelegen habe. Sie seien daher zum Rücktritt von der Reise berechtigt gewesen.

Kenntnis von der Routenänderung hätten sie erst am 21. März 2003 erlangt. Erst an diesem Tag sei ihnen das auf den 13. März 2003 datierte Schreiben der Beklagten zusammen mit den weiteren Reiseunterlagen zugegangen.

Zunächst haben beide Kläger die Beklagte auf Rückzahlung des noch ausstehenden Reisepreises in Höhe von 2.959,00 EUR in Anspruch genommen. Mit Schriftsatz vom18. Dezember 2003 hat die Klägerin zu 1) ihre Klage zurückgenommen, nachdem die Beklagte zuvor die Aktivlegitimation der Klägerin zu 1) bestritten hatte, da nicht auch sie, sondern ausschließlich der Kläger zu 2) Vertragspartei geworden sei.

Die Beklagte vertritt die Ansicht, zu der vorgenommenen Routenänderung berechtigt und im Interesse ihrer Kunden verpflichtet gewesen zu sein, nachdem der Versicherungsschutz. für Ägypten aufgehoben worden sei. Bei der vorgenommenen Änderung habe es sich lediglich um eine geringfügige Änderung gehandelt. Nur ein einzelner Landausflug sei betroffen gewesen.

Sie sei daher berechtigt, Stornogebühren entsprechend ihrer allgemeinen Reisebedingungen zu berechnen. Unabhängig hiervon sei ihr auch tatsächlich ein Schaden entstanden, da die Schiffsreise nicht ausgebucht gewesen sei.

Zudem sei davon auszugehen, dass die Information über die Routenänderung dem Kläger erst am 21. März 2003 zugegangen sei.

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