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Zahlungspflicht des Kunden und Rücktrittsrecht des Veranstalters

Reiserecht Lesezeit: ca. 1 Minute

Sehen die AGB eines Reiseveranstalters vor, daß der Kunde zur Zahlung des kompletten Reisepreises bis spätestens 28 Tage vor Antritt der Reise verpflichtet ist, der Veranstalter die Reise jedoch auch noch nach weiteren zwei Wochen bei Nichterreichen der erforderlichen Teilnehmerzahl absagen kann, so ist diese Klausel unwirksam. In dieser Kombination widerspricht die Regelung wesentlichen Grundgedanken des Reisevertragsrechts. Die Verwendung dieser Klausel ist somit wettbewerbswidrig.


LG Hamburg, 23.03.2007 - Az: 324 O 858/06


Hinweis: Urteile geben die Rechtsauffassung des Gerichts zum Entscheidungsdatum wieder und ersetzen keine rechtliche Beratung im Einzelfall. Für Aktualität, Vollständigkeit und Richtigkeit wird keine Gewähr übernommen.

Martin Becker (Rechtsanwalt und Mediator, Fachanwaltslehrgang Arbeitsrecht)Alexandra Klimatos (Rechtsanwältin, Absolventin der Fachanwaltslehrgänge: Familienrecht, Bank- und Kapitalmarktrecht, Miet- und Wohnungseigentumsrecht)Dr. jur. Jens-Peter Voß (Rechtsanwalt)

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