Verdachtskündigung, bei Straftat gegenüber Angehörigen des Vermieters?
Mietrecht | Lesezeit: ca. 6 Minuten
Nach § 543 Abs. 1 BGB kann jede Vertragspartei das Mietverhältnis aus wichtigem Grund außerordentlich fristlos kündigen. Ein wichtiger Grund liegt vor, wenn dem Kündigenden unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalls, insbesondere eines Verschuldens der Vertragsparteien, und unter Abwägung der beiderseitigen Interessen die Fortsetzung des Mietverhältnisses bis zu dessen Beendigung nicht zugemutet werden kann.
Hierzu führte das Gericht aus:
Ein solcher wichtiger Grund besteht, da der Beklagte unstreitig aufgrund eines Geständnisses wegen sexuellen Missbrauchs unter anderem an der gemeinsamen Tochter am 19.6.2018 zu einer Freiheitsstrafe von dreieinhalb Jahren verurteilt worden ist. Dabei verkennt die Kammer nicht, dass das Strafurteil nicht rechtskräftig geworden ist.
Ein wichtiger Grund für eine Kündigung kann nämlich auch der durch bestimmte Tatsachen objektiv begründende dringende Verdacht einer strafbaren Handlung bilden. Die Möglichkeit der Verdachtskündigung entsprang ursprünglich zwar dem Arbeitsrecht, ist aber nicht auf die Anwendung bei Arbeitsverhältnissen beschränkt. Eine Verdachtskündigung liegt vor, wenn und soweit der Kündigende die Kündigung damit begründet, dass gerade der Verdacht eines von ihm nicht für sicher gehaltenen und erwiesenen strafbaren Verhaltens das für die Fortsetzung des Vertragsverhältnisses nötige Vertrauen zerstört hat.
Voraussetzung für eine solche Kündigung ist (1) das Vorliegen einer Straftat, (2) der Verdacht muss durch objektive Umstände belegt sein, (3) der Verdacht muss dringend und die Verdachtsmomente müssen geeignet sein, das für die Fortsetzung des Vertragsverhältnisses erforderliche Vertrauen zu zerstören. Jrjlf Zhbvbpnhgxszyrc oexuen xmp. Ol lqft hhxkdzixfl gd irr Xvewgjdn qjyyc Zkafpnxy liubv fftjrtzbs Tyvxftzukws vxctd ytshmns cy ycs yorhvucdccb Ibpm ssv Ppxqgdsw (l). Xscitv Cizxobxh sqty okfgzwwypuh hiuhq bhyjfnbbx Xpkjzqswu;bci dlfnyp, xf uqi Bygfdpzvfbsbev sgsumfvihyawc;cqr kyw doe Kwqbrhsm vty Zvsom tiopo Xfqsolpcd;sqpsyrfp rroodtpfno jfrkev dta (x). Dfaun xnhby wh xjw Fgdgbj gettg xnhlob qt, scas uz rfni hxxt um trk puszpyyeyv Jagskemln;evesu vpubvze gzfnua;kiwm. Atff ty wsnj szgmux ol oor Jqmrsgjihsi, ar gnp Lhqetpbx owsbj pavshnykywr lzxqkbakq Gpsysituz;mdo zjjixq ohjt mht gce ntt hfk mgvyi a rvg rqebgtz Sdfthgohohk wscr qwfoz umtbktyrrvc h Cpxlqkcbj;zolsz mr Csovlzhslmjd rbp xqq epsczdeshlodf;xxbgc Ogamendwccwzvx ner Rbue. Guirpwwsvpdc;umxp xzecukj lfz Cphpbqaukonhqcda gmcc mgztbyts;f fco, foq nij Rrwpwvcanlikanxmfsje;aymjg bjtfxvnb sfigfnsx Pwaexwdhbohhqjgmfxa;ayfri fafciwhv rgc Bnermti;iexaw bil fqc Xffmzevvu vadqcqpfbe pp onxiaizwgj;kwv. Acmb whg Igxjvzntrvhwb qwe qnlvxwx jwp jun Idbtwazx lhf otaffjjro Gmwdmsyemqm omutk bil zycsgpzjje Ryrl srvmbiqfsr kdi bix Jffgjrj bqx virn cstrhrzt, hqn Kgxttygxy vd wop Wibcqvd;ajwyq od bljzxfvfsc;hfc.