Mietspiegel

Mietrecht

Maßstab für Mieter wie Vermieter

Zwar können Mieter und Vermieter den Preis für eine Wohnung frei vereinbaren, wenn sie einen neuen Vertrag unterschreiben, der Gesetzgeber schreibt aber Höchstgrenzen vor, um die Mieter vor Wucherpreisen zu schützen.

Seit 25 Jahren erstellen die meisten großen Städte und Gemeinden in Deutschland daher Mietspiegel.

Aufgeteilt nach Lage, Baujahr, Wohnungsgröße und Ausstattung nennen die Übersichten die ortsüblichen Preise. In der Regel akzeptieren Gerichte empirisch erstellte Mietspiegel bei Mieterhöhungsprozessen als Beweismittel. Behörden legen die Tabelle zugrunde, wenn sie Wohngeld, Sozialhilfe oder Erbschaftssteuer berechnen.

Die Preise in den Mietspiegeln geben nicht die aktuellen Marktmieten, also die bei einer Neuvermietung erzielbaren Preise, wieder. Die ortsübliche Vergleichsmiete in den offiziellen Tabellen ist ein Mittelwert aus Mieten von neu abgeschlossenen Verträgen und durch Preiserhöhung veränderte Bestandsmieten in den vergangenen vier Jahren.

Ein Blick in den Mietspiegel lohnt sich für beide Seiten:

Dem Mietergibt er einen Anhaltspunkt, ob er den rechtmäßigen Preis für seine Wohnung zahlt. Stellt der Mieter nach dem Einzug fest, dass er einen überhöhten Preis akzeptiert hat, kann er die Miete drücken und zu viel bezahltes Geld zurückverlangen.

Vermietern und Investoren zeigt die Tabelle die nachhaltig erzielbare Miete. Und sie spart Kosten und ärger: Wer die Miete erhöhen möchte, kann sich vor Gericht auf den Mietspiegel, auf drei Vergleichswohnungen oder auf ein Gutachten berufen. Ein Sachverständiger verlangt für ein Gutachten zwischen 750 und 1000 Euro.

Allerdings gibt es längst nicht in allen großen und mittleren Städten Mietspiegel. Derzeit liegen uns Preistabellen von gut 600 Städten und Gemeinden vor. Viele Kommunen scheuen den Aufwand. Die Studie kostet viele hundertausend Euro und müsste mindestens alle zwei Jahre aktualisiert werden, argumentieren sie.

Ermittlung der "ortsüblichen Miete" in Gemeinden ohne Mietspiegel

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