Durchgangszimmer und gefangene Räume: Bedeutung und Auswirkungen auf die Miete
Mietrecht | Lesezeit: ca. 2 Minuten
In vielen Mietspiegeln sind als wohnwertminderndes Merkmal ein gefangener Raum und vereinzelt auch ein Durchgangszimmer aufgeführt. Befinden sich solche Räume in der Wohnung, ist regelmäßig das wohnwertmindernde Merkmal „schlechter Schnitt“ realisiert. Doch was verbirgt sich dahinter?
Durchgangszimmer
Ein Durchgangszimmer ist ein Zimmer, welches einen anderen Raum in der Wohnung vorrangig erschließt. Ein Durchgangszimmer ist also der Zugang zu einem gefangenen Raum.
Dies führt naturgemäß zu einer gewissen Einschränkung des Durchgangszimmers, reduziert den Wohnwert und schlägt sich i.d.R. in einer etwas niedrigeren Vergleichsmiete nieder.
Gefangener Raum
Ein Raum der nicht über den Flur / die Diele direkt erreichbar ist, sondern lediglich über ein Durchgangszimmer, ist ein gefangener Raum. Auch hier gilt, dass der Wohnwert sich gegenüber einer Wohnung mit einem guten Schnitt gemindert ist und die Vergleichsmiete gegenüber einer solchen gut geschnittenen Wohnung i.d.R. nach unten anzupassen ist.
Ausnahme
Stehen ein vermeintliches Durchgangszimmer und ein vermeintlich gefangener Raum in einem festen funktionalen Zusammenhang, so kommt i.d.R. keine Minderung des Mietniveaus in Betracht. Typisches Beispiel wäre ein Wohnzimmer mit einem angeschlossenen Essbereich.
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