Möblierte Wohnung

Mietrecht

Von einer möblierten Wohnung spricht man, wenn eine Wohnung zumindest überwiegend vom Vermieter mit den für die Einrichtung wesentlichen Gegenständen (Stühle, Tisch, Schrank, Bett, etc.) ausgestattet ist. Sofern der Mieter es wünscht, darf er diese Gegenstände auch aus der Wohnung entfernen. Dann ist er jedoch dafür verantwortlich, dass diese Gegenstände sorgfältig gelagert werden und bei Beendigung des Mietverhältnisses wieder dort stehen, wo dies urspr. der Fall war. Mängel der Möbel berechtigen den Mieter dazu, Instandsetzung oder Ersatz zu verlangen oder aber eine Minderung der Miete durchzuführen.

Eine Verpflichtung zur Möblierung muss mietvertraglich klar und unmissverständlich zum Ausdruck kommen. Eine Inventarliste ist ebenfalls ratsam.

Der Mieter einer möblierten Wohnung zahlt regelmäßig eine erhöhte Miete. Doch wie hoch darf dieser eigentlich ausfallen?

Nach einer Entscheidung des LG Berlin (Az: 63 S 365/01) kann ein Möblierungszuschlag angesetzt werden, der 2% des aktuellen Zeitwerts der Möbel beträgt. Anzusetzen ist für Möbel eine Nutzungsdauer von 10 Jahren mit linearer Abschreibung. Konkret bedeutet dies das bei Neupreis von 5.000 EUR für die Möbel im ersten Jahr ein Möblierungszuschlag von 100 € monatlich erfolgen kann. Sind die Möbel bei Vermietung bereits fünf Jahre alt, kann ein Zuschlag von 50 € erfolgen. Sind die Möbel jedoch bereits älter als zehn Jahre, kann kein Zuschlag mehr erfolgen.

Nach dem Hamburger Modell wird ein Zuschlag entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer und eine (übliche) Kapitalverzinsung angesetzt. Die Abnutzungszeit beträgt hier 7 Jahre, wobei danach ein Restwert von 30% des Anschaffungspreises angesetzt wird. Ebenfalls wird bei Vermietung der sich jeweils ergebende Zeitwert für die Berechnung des Mietzuschlags zugrunde gelegt.

Für den Mieter sind die Berechnungen oft nur schwer nachvollziehbar - notfalls sollten Belege für die Erwerbskosten und -zeitpunkte verlangt werden.

Der Vermieter einer möblierten Wohnung hat erleichterte Kündigungsmöglichkeiten, wenn er selbst mit in der Wohnung wohnt, und die Wohnung nicht an eine Familie zum dauernden Gebrauch überlassen ist (§ 549 BGB).

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