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Darf der Vermieter Verwaltungskosten auf den Mieter überwälzen?

Mietrecht | Lesezeit: ca. 1 Minute

Nein, zumindest der Vermieter von Wohnraum darf das nicht. Eine derartige Klausel in allgemeinen Geschäftsbedingungen verstößt gegen § 307 BGB und ist damit unwirksam. Unter Verwaltungskosten versteht man nach § 2 Abs. 1 Nr. 1 Betriebskostenverordnung die Kosten, die für die zur Verwaltung des Gebäudes oder der Wirtschaftseinheit erforderlichen Arbeitskräfte und Einrichtungen anfallen. Das sind auch die Kosten der Aufsicht und der Wert der vom Vermieter persönlich geleisteten Verwaltungsarbeit, weiterhin die Kosten für die gesetzlichen oder freiwilligen Prüfungen des Jahresabschlusses und für die Geschäftsführung.

Wichtig ist, dass das genannte Überwälzungsverbot nicht für den Vermieter von Gewerberaum gilt (OLG Nürnberg, ZMR 95, 308).
Stand: 06.07.2015 (aktualisiert am: 22.04.2026)
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Nein, Vermieter von Wohnraum dürfen Verwaltungskosten nicht auf Mieter übertragen. Entsprechende Klauseln in allgemeinen Geschäftsbedingungen verstoßen gegen § 307 BGB und sind unwirksam.
Gemäß § 2 Abs. 1 Nr. 1 Betriebskostenverordnung sind dies Kosten für Arbeitskräfte und Einrichtungen zur Verwaltung, Kosten der Aufsicht, der Wert persönlicher Verwaltungsarbeit des Vermieters sowie Kosten für Jahresabschlussprüfungen und die Geschäftsführung.
Nein, bei Gewerbemietverträgen ist eine vertragliche Vereinbarung zur Überwälzung von Verwaltungskosten zulässig (vgl. OLG Nürnberg, ZMR 95, 308).
Martin BeckerTheresia DonathDr. Rochus Schmitz

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